Ferienprojekt

Kinder setzen Träume theatralisch um

Aufmerksam verfolgen die Mädchen und Jungen aus dem Offenen Ganztag der Grundschule Georgstraße und der Martinschule in Gelsenkirchen die Anweisungen von Regisseurin Ulrike Czermak.

Foto: Martin Möller

Aufmerksam verfolgen die Mädchen und Jungen aus dem Offenen Ganztag der Grundschule Georgstraße und der Martinschule in Gelsenkirchen die Anweisungen von Regisseurin Ulrike Czermak. Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.  Gelsenkirchener Grundschüler proben für ein „Lebendiges Bilderbuch“ in der Turnhalle an der Georgstraße. Premiere am 27. April.

Die kleinen Mädchen und Jungen sind unruhig und aufgeregt wie Rennpferde vor dem Start. Doch bevor die Theaterproben in der Turnhalle der Grundschule an der Georgstraße dann tatsächlich beginnen können, gibt Theaterpädagogin Ulrike Czermak eine wichtige Regieanweisung: „Wir brauchen jetzt gaaanz viel Fantasie!“

Denn noch wird in diesen Tagen ohne Requisiten und Kostüme für das Stück „Ein lebendiges Bilderbuch – Wovon träume ich?“ geübt. Das theaterpädagogische Projekt, an dem 28 Kinder der Offenen Ganztagsschule an der Georgstraße und der Martinschule in Rahmen eines Osterferienprogramms teilnehmen, sensibilisiert die Kinder für gleich drei Bereiche: Sie arbeiten musikalisch, darstellerisch und gestalterisch.

Großes Kooperationsprojekt

Möglich macht ein solch aufwendiges, zeit- und personalintensives Projekt eine große Kooperation. Engagierte Projektpartner sind das Musiktheater im Revier, die MiR-Stiftung, das Kunstmuseum Gelsenkirchen und die Offene Ganztagsbetreuung der Awo. Gefördert wird das Projekt durch die Bundesinitiative „Wege ins Theater!“. Das wiederum ist ein Förderprogramm der „Assitey“ (der Internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche) im Rahmen von „Kultur macht stark!“.

Das Ziel ist klar: „Wir schaffen ein niedrigschwelliges Angebot zum Theaterspielen außerhalb des Theaters.“ Was Ulrike Czermak am Anfang erstaunte: „Für viele Kinder bedeutet Theater vor allem Puppenspiel.“ Die Schüler aus den ersten bis vierten Klassen kannten sich vorher zumeist nicht, bevor sie nun gemeinsam auf einer Bühne stehen. Czermak: „Die spielen alle unglaublich gerne und wachsen dabei über sich hinaus.“

Wovon träumen wir?

Das Spiel erarbeiteten alle gemeinsam. Die Grundlage bildete ein Bilderbuch und die Frage: „Wovon träumen wir, was wünschen wir uns?“ Die Kinder zögerten nicht lange. Eines wünschte sich einen Bauernhof in der Türkei, ein anderes eine Villa, einen Lamborghini und einen Audi, wiederum ein anderer Glück und Gesundheit. Der Traum eines Mädchen: Fliegen können oder durch den Dschungel reisen. Die Theaterpädagogin freut sich: „Wir buddeln die Fantasie der Kinder aus.“

Von den Musikern David Schmitz (Geige), Valentin Kahlhoff (Horn) und Sebastian Gokus lernen die Kinder, wie klopfend, klatschend oder mit den Füßen trampelnd auch mit dem Körper Musik gemacht werden kann. Aber auch, wie Instrumente Stimmungen in Klang umsetzen können.

Theater und Musik

Neben Theater und Musik kommt mit Hilfe des Museums dann auch noch die Kunst ins Spiel: Hier wurden die Einladungskarten für die Premiere gebastelt.

Noch wird jeden Tag in der Turnhalle geprobt. Am Donnerstag, 27. April, hebt sich dann um 15 Uhr der sprichwörtliche Vorhang in der Turnhalle an der Georgstraße.

Eingeladen sind dazu Schülerinnen und Schüler der beiden beteiligten Grundschulen und natürlich die Eltern. Das Theaterspiel wird etwa eine halbe Stunde dauern.

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