„Jugend musiziert“

Junge Talente standen im Consol-Theater auf großer Bühne

Casey Hoskins sang sich ein für ihren Auftritt bei der Wertung des Musical-Wettbewerbs.

Foto: Olaf Ziegler

Casey Hoskins sang sich ein für ihren Auftritt bei der Wertung des Musical-Wettbewerbs. Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen.   Beim 55. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ sangen sich junge Künstler mit Kunstliedern und Musicalmelodien in die Herzen der Juroren.

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Wo liegen die Klaviernoten? Gibt es hinter der Bühne eine Steckdose? Wann trifft sich die Jury? Fragen über Fragen und fast alle kommen ganz aufgeregt bei Felizitas Hofmann an. Im Consol-Theater geht es zu wie in einem Bienenkorb, denn die „Jugend musiziert“. Und singt!

Der 55. Regionalwettbewerb Ruhr Nord geht in diesen Tagen über die Bühnen von Gelsenkirchen und Marl. Organisiert wird er federführend von Felizitas Hofmann, Musikpädagogin an der Musikschule Gelsenkirchen. Sie hält alle Fäden souverän in der Hand und gibt vor allen den jungen Gesangstalenten Sicherheit und macht ihnen Mut: „Das Wichtigste ist am Ende nicht die Punktzahl, sondern die Freude an der Musik und am Auftritt.“

80 Talente kämpfen im Regionalwettbewerb

Insgesamt 80 Kinder und Jugendliche kämpfen im Regionalwettbewerb Ruhr Nord um den Aufstieg in den Landeswettbewerb, der in diesem Jahr Anfang März in Wuppertal stattfindet.

Zwei der besonders außergewöhnlichen Wertungen gehen in Gelsenkirchen über die Bühne: im Orgelspiel sowie im Musical- und Kunstlied-Gesang. „Darauf sind wir tatsächlich stolz“, freut sich Felizitas Hofmann am Rande des Wettstreits im Bismarcker Consol-Theater, während sie gerade erst wieder eine junge Sängerin auf die Bühne geschickt hat. „Wir leisten in diesem Bereich einfach gute Arbeit und haben uns den entsprechenden Ruf erarbeitet.“

Zwölfjähriger brennt für die großen Musicals

Seit einigen Jahren erst können sich Kinder und Jugendliche auch für den Musicalgesang bewerben: „Eine tolle Sache“, findet Felizitas Hofmann, „denn damit holen wir die jungen Menschen bei dem ab, was sie oft gerne hören.“

Den erst zwölfjährigen Marlon Heidel aus Mülheim an der Ruhr zum Beispiel. Er brennt für die großen Musicals, liebt die Bühnenshow und vermittelt das auch. Sehr sicher steht er auf der großen Bühne, tanzt, singt, schauspielert, artikuliert glänzend. Unglaublich, wie er John Kanders „Mister Cellophane“ darstellt! Nach dem viertelstündigen Auftritt strahlt er. Kein Lampenfieber? Er schüttelt den Kopf: „Auf der Bühne nicht mehr, aufgeregt bin ich nur vor dem Auftritt.“ Vater Frank Heidel gesteht: „Ich war nervöser als er!“

Ein beachtliches Niveau

Die Gesangstalente sind zwischen 13 und 21 Jahre alt. Mit Mezzosopranistin Alina Keil ist auch eines aus Gelsenkirchen dabei. „Das Niveau“, sagt Felizitas Hofmann, „ist in den letzten Jahren ganz beachtlich gestiegen.“ Ein Verdienst auch der städtischen Musikschulen. Und des Wettbewerbs „Jugend musiziert“: „Die Nachfrage nach Beratungsgesprächen mit den Juroren nach dem Auftritt ist groß.“ Denn: „Die Teilnehmer wollen nicht nur gewinnen, sondern musikalisch einfach weiter kommen.“

>>> Info: Preisträger konzertieren in Marl

Der Wettbewerb im Fach „Kirchenorgel“ fand erstmals in Gelsenkirchen statt, und zwar am Freitag in der evangelische Altstadtkirche am Heinrich-König-Platz. Diese ist einer von nur zwei Austragungsorten für diese Disziplin in NRW.

Das Preisträgerkonzert erklingt am Sonntag um 12 Uhr in der Scharoun-Schule in Marl.

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