Auszeichnung

Julius-Hirsch-Preis für die Schalker Fan-Initiative

Mit Urkunde und Auszeichnung: Mitglieder der Schalker Fan-Initiative nach der Preisverleihung durch den DFB in Karlsruhe. 

Foto: Andreas Schlichter/Getty

Mit Urkunde und Auszeichnung: Mitglieder der Schalker Fan-Initiative nach der Preisverleihung durch den DFB in Karlsruhe.  Foto: Andreas Schlichter/Getty

Karlsruhe/Gelsenkirchen.  Schalker Fan-Initiative engagiert sich seit 25 Jahren gegen Gewalt und Rassismus: Dafür erhielt sie jetzt vom DFB den Julius-Hirsch-Preis.

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Die Schalker Fan-Initiative ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit dem diesjährigen Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet worden. Damit wird das Engagement der Initiative gewürdigt, die seit einem Vierteljahrhundert Flagge gegen Rassismus zeigt.

„Ein Tag wie heute ist eine gute Gelegenheit, um zu zeigen, was Fußball für eine Verantwortung hat“, betonte DFB-Präsident Reinhard Grindel am Samstagabend bei der Ehrung in Karlsruhe.

Preis ist insgesamt mit 20 000 Euro dotiert

„Wir nehmen den Preis gerne für 25 Jahre harte Arbeit, Flagge zeigen, Mund aufmachen, Formulare ausfüllen und Anträge stellen. Für Kopf anstoßen und Steine aus dem Weg räumen. Unser Dank gilt allen, die uns auf dem Weg begleitet haben, die mit Rat und Tat zur Seite standen“, erklärte die Fan-Initiative, die zurzeit etwa 400 Mitglieder hat, schon vorab auf ihrer Homepage.

Nach Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet

Der Julius-Hirsch-Preis ist insgesamt mit 20 000 Euro dotiert und wird zwischen den drei Top-Platzierten aufgeteilt: Der zweite Preis geht an den Leipziger Verein „Tüpfelhausen – Das Familienportal“. Mit dem dritten Preis zeichnet der DFB die Veranstalter des seit 2009 in Berlin stattfindenden internationalen Frauenfußball- Turniers und Kulturfestivals „Discover Football“ aus.

Der Preis wird seit 2005 jährlich im Namen von Julius Hirsch verliehen. Er war einer von nur zwei deutschen Nationalspielern mit jüdischem Glauben. 1943 wurde Hirsch in das Vernichtungslager nach Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet.

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