Abenteurspielplatz

Jahrmarkt mit Tradition

Auf dem Bau- und Abenteuerspielplatz in Gelsenkirchen Ueckendorf findet am Samstag, 12. Mai 2012, ein Jahrmarkt statt. Auf dem Troedelmarkt konnten die Besucher Schnaeppchen machen. Foto: Thomas Goedde / WAZ FotoPool

Auf dem Bau- und Abenteuerspielplatz in Gelsenkirchen Ueckendorf findet am Samstag, 12. Mai 2012, ein Jahrmarkt statt. Auf dem Troedelmarkt konnten die Besucher Schnaeppchen machen. Foto: Thomas Goedde / WAZ FotoPool

Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.   Bereits zum 31. Mal fand auf dem Gelände des Bau- und Abenteuerspielplatzes in Ückendorf das Sommerfest mit Konsum-Option statt. Spiel, Spaß und Aktion an der Bochumer Straße. Theateraufführung der Gruppe „Sonswas“.

Doris Tönges (63) aus Ückendorf steht zum zweiten Mal mit ihrem Stand auf dem Jahrmarkt des Bau- und Abentuerspielplatzes. Die Veranstaltung an der Bochumer Straße hat schon Tradition. Am Samstag wurde zum mittlerweile 31. Mal getrödelt, gespielt, gespeist, gelauscht, geschaut. „Ich habe schon etwas verkauft, von allem ein bisschen“, sagt Doris Tönges. Vor allem Modeketten aber würden gut laufen. „Die Kinder haben nicht so viel Geld und morgen ist doch Muttertag“, mutmaßt die Trödlerin.

Auf einer kleinen Wiese wechseln Brettspiele ihre Besitzer, alte Puppen suchen ein neues Zuhause, gut erhaltene Kleidung braucht neue Träger.

Kinder rennen von Spielstation zu Spielstation, versuchen sich im Pfeilewerfen auf Luftballons, am Glücksrad im Dosenwerfen, am „Heißen Draht“, an der Torwand, im Fädenziehen oder beim elektronischen Darten. Letzteren Stand betreut Ulrich Saxarra, der bereits seit 25 Jahren beim Jahrmarkt auf dem Bau- und Abenteuerspielplatz hilft. Im Alter von zehn Jahren habe die Tochter seiner Freundin den Bauspielplatz besucht. „Heute ist sie 40“, sagt Saxarra. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Im letzten Jahr noch war das Sommerfest mit dem Stadtteilfest Ückendorf kombiniert worden. An den Essensständen und in der Cafeteria stehen und sitzen die Eltern zusammen und unterhalten sich. Gregor Rüdel, der Leiter der Einrichtung, war aus gesundheitlichen Gründen verhindert.

„Das Fest ist für die Kinder, Eltern und Anlieger, und findet typischerweise immer am Samstag vor Muttertag statt“, sagt Ulrich Saxarra. Der kleine Renja (8) drückt ihm zehn Cent in die Hand, bekommt dafür sechs Pfeile. Nicht alle davon finden ihren Weg ins Ziel. Trotzdem darf er in den Karton mit den Gewinnen greifen. Eine Riesenwundertüte soll es sein: „Ich will mich überraschen lassen.“ Eine Minute später ist Renja aber schon wieder da und möchte nochmal Dartpfeile werfen. „Nein, das war mein Zwillingsbruder“, klärt die „Kopie“ auf, die auch die gleichen Klamotten trägt.

Natürlich durfte beim Sommerfest auch die obligatorische Hüpfburg nicht fehlen. Außerdem zeigte die Puppentheater-Gruppe „Sonswas“ auf der Freilicht-Bühne das Stück „Die Prinzenjagd“.

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