St. Augustinus-Kirche

Jagdhornbläsercorps Gelsenkirchen Alt spielt bei der Messe

Bei der traditionellen Silvestermesse in der Propsteikirche St. Augustinus spielte das Jagdhornbläsercorps des Hegerings Gelsenkirchen Alt.

Foto: Oliver Mengedoht

Bei der traditionellen Silvestermesse in der Propsteikirche St. Augustinus spielte das Jagdhornbläsercorps des Hegerings Gelsenkirchen Alt. Foto: Oliver Mengedoht

Gelsenkirchen-Altstadt.   Hunderte kamen zum Silvester-Gottesdienst in die Propsteikirche. Schon eine Viertelstunde vor Beginn war kein Gesangbuch mehr zu haben.

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Hunderte waren am Silvesterabend zur Propsteikirche St. Augustinus geeilt. Zur traditionellen Messe am Jahresende unter Mitwirkung des Jagdhornbläsercorps Gelsenkirchen Alt e.V. waren sämtliche Kirchenschiffe gut gefüllt, schon eine Viertelstunde vor Messbeginn war kein einziges Gesangbuch mehr zu haben.

Festliche Fanfare aus 19 Hörnern

Die festliche Fanfare zum „Sammeln der Jäger“ aus 19 Hörnern begleitete den Einzug von Propst Markus Pottbäcker und seinen Mitzelebranten, vom hohen Kreuzgewölbe reflektiert breitete sich der feierliche Klang im Raum aus, beeindruckte die Gläubigen. Viele verschiedene Naturhörner werden im Corps gespielt, von der germanischen Lure über das kreisrund gewundene Cornu mit Ursprung bei den römischen Legionen, die französischen Trompe de Chasse bis hin zu den heutigen Parforcehörnern. „Das Musizieren auf Naturblasinstrumenten zu pflegen ist unser Anliegen“, erklärte Leiterin Anneliese Brühn. „Es ist ein wichtiges Kulturgut“.

Von der Wucht der Vergänglichkeit

„Leben bedeutet mehr als die Stichworte Geburt, Penne, Sex, Maloche und Kiste“ zeichnete Propst Pottbäcker in seiner Predigt auf. „Die Zeit vergeht und es interessiert sie nicht, ob wir mit ihr gehen wollen oder nicht“. Der Wucht der Vergänglichkeit könne man mit Glauben, Gemeinschaft und Geborgenheit entgegenwirken, „Gott lässt uns im Jetzt leben, jedes neue Jahr ist ein Anno Domini, ein Jahr des Herrn“.

Hubertusmarsch zur Gabenbereitstellung

Zur Gabenbereitung erschallte der Hubertusmarsch, Organist Wolfgang Ballhausen entwickelte die kurze Melodie zu einer wunderbaren Improvisation auf der Veith-Orgel, machte reichlich Gebrauch von den vier Manualen und 73 Registern. Zum Sanctus begleitete das Bläsercorps die Gemeinde mit hellen Ventilhörnern beim „Heilig, Heilig“ von Franz Schubert. Ein sakramentaler Segen in Latein gesprochen und das gesungene Bekenntnis „Großer Gott wir loben Dich“ beschlossen die Messe.

Musikalische Zugaben für die Gottesdienstbesucher

Die Bläser erfreuten mit einigen musikalischen Zugaben, unter anderem mit „We wish you a merry Christmas“ und dem großen Halali. Propst Pottbäcker bedankte sich bei dem Corps des Hegerings und den fünf Musikern des Jagdhornbläsercorps Auerhahn aus - „es hilft nichts, ich muss es aussprechen“ – Dortmund. Lachen, Applaus und viele gute Wünsche zum neuen Jahr.

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