Tourismus

Investor setzt auf Gelsenkirchen: Hilton-Hotel im Arena-Park

Architekt Ulrich Drahtler (rechts an der Visualisierung) stellt OB Frank Baranowski den Entwurf des Hampton by Hilton Hotels auf dem Berger Feld vor.

Architekt Ulrich Drahtler (rechts an der Visualisierung) stellt OB Frank Baranowski den Entwurf des Hampton by Hilton Hotels auf dem Berger Feld vor.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen.  Zuwachs für Gelsenkirchen: Im Arena-Park eröffnet 2021 ein neues Hilton-Hotel. 18 Millionen Euro beträgt die Investition. 34 neue Jobs entstehen.

Touristisch ist das Ruhrgebiet ein Boom-Sektor, in den vergangenen 15 Jahren haben sich die Übernachtungszahlen verdreifacht, bezogen allein in Gelsenkirchen im Vorjahr 384.000 Gäste Quartier. Es locken, na klar, die Arena als Festtempel für abertausende Sport- und Musikfans, die Zoom Erlebniswelt, das renommierte Musiktheater im Revier, aber auch über die Stadtgrenze hinaus Bergbau- und Fußballmuseum, Moviepark, Folkwang, die Ski-Halle und etliches mehr.

Großereignisse wie die EM 2024 oder die Internationale Gartenschau werfen bereits ihre Schatten voraus, da kommt ein neues Hotel genau richtig. Die Curator Gelsenkirchen GmbH hat sich jetzt ein 3550 Quadratmeter umfassendes Filet-Stück der Gewerbefläche Arena-Park auf Schalke gesichert, investiert dort 18 Millionen Euro und errichtet ab Mitte 2020 einen flachen Drei-Sterne-Komplex der Kategorie Superior. Geplante Eröffnung: im Jahr darauf.http://funke-cms.abendblatt.de:8080/webservice/thumbnail/article/226432009

Zielgruppe: Fans, Geschäftsreisende, Touristen, Patienten

„Die Region entwickelt sich prächtig und wir sehen den großen Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten“, sagt Achim Marowsky, geschäftsführender Gesellschafter der Hotelbetriebsgesellschaft Curator bei der Vorstellung der Pläne im Courtyard by Marriott direkt im Schlagschatten der Veltins-Arena.

Warum also nicht an die Wertschöpfungskette ein weiteres stabiles Glied hängen, von dem Stadt, Region und Investor profitieren? Immerhin baut der Gesundheitsdienstleister Medicos auf Schalke gerade seine Kapazitäten aus und gilt der Hotelbetriebsgesellschaft „als wichtiger Partner für die Hotelbelegung.“ Touristen, Geschäftsreisende, Fans oder Patienten – die Zielgruppe für das neue Hotel ist demnach breit. Zumal es nicht als Konkurrenz, sondern als „Ergänzung“ zu den bestehenden Übernachtungsmöglichkeiten in Gelsenkirchen und insbesondere zu denen des Partnerhotels Courtyard by Marriott angedacht ist – ein Drei-Sterne-Hotel neben einem mit vieren, allein das Preisgefüge sorgt dafür, dass jeder ein Stück vom Kuchen abbekommt. Sowohl im mittleren als auch gehobenerem Preissegment.

Hotelneubau im Arena-Park

34 neue Jobs entstehen, vier Lehrstellen werden geschaffen

„Ich freue mich, dass wir so vielen Menschen einen weiteren qualitativ herausragenden Ausgangspunkt bieten können, unserer Stadt und das Revier zu erkunden“, freute sich Oberbürgermeister Frank Baranowski. Ein neues Hotel mit einer ansprechenden und nachhaltigen Architektur, dazu noch neue Arbeitsplätze, das sei ein wirklich schöner Anlass für die Stadt. 34 neue Arbeitsplätze entstehen direkt durch den Hotelneubau, dessen erste Planungen bereits auf das Jahr 2012 zurückgehen. Von den Dienstleistern, Handwerkern und Zulieferern nicht zu sprechen, die mit in dieser Wirtschaftskette arbeiten. Außerdem beginnen vier Auszubildende im Hampton by Hilton ihr Berufsleben.

124 Zimmer bietet das Hotel, sechs Suiten und vier Zimmer für Menschen mit Handicap

Das modern und nachhaltig ausgestattete Hotel mit Ausrichtung zur Arena „nimmt die geschwungene und ansteigende Geländeform auf“, sagt Architekt Ulrich Drahtler mit Blick auf die Pläne. Es wird über 124 Zimmer, davon sechs Suiten und vier behindertengerechte Zimmer, verfügen. 60 Stellplätze, verteilt auf den Außenbereich, und eine Tiefgarage werden vorhanden sein, darin enthalten auch solche für E-Mobilität. Das Besondere: In einem sich ausweitenden Innenraum entsteht im Zentrum des Hauses über drei Etagen eine grüne Oase. Photovoltaik und extensive Dachbegrünung prägen neben der Verwendung natürlicher Materialien bei Möbeln und Co. den ökologischen Fußabdruck.

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