Jugendtheatertreffen NRW

In Gelsenkirchen treffen Maulheld*innen aufeinander

Theaterfestival Maulhelden am Consol Theater: Beim Beitrag der Marienschule Münster geht es um Umweltverschmutzung

Theaterfestival Maulhelden am Consol Theater: Beim Beitrag der Marienschule Münster geht es um Umweltverschmutzung

Foto: Maulhelden

Gelsenkirchen.  Das Gelsenkirchener Consol-Theater hat in der kommenden Woche Schüler aus NRW zu Gast. Sie treffen sich zum gemeinsamen Theaterspielen.

Die kommende Woche steht am Consol-Theater ganz im Zeichen junger Darsteller: Ab Sonntag gehen hier zum 19. Mal die „Schultheatertage Gelsenkirchen“ in Kooperation mit dem Musiktheater im Revier über die Bühne, direkt im Anschluss folgt das NRW-Jugendtheaterfestival „Maulheld*innen“, das zum ersten Mal in Gelsenkirchen ausgetragen wird.

Direkt im Anschluss an die Schultheatertage, die am Sonntag, 26. Mai, zum 19. Mal beginnen, geht es am Consol-Theater mit jungen Darstellern nahtlos weiter: „Wir haben in diesem zum ersten Mal das Landes-Schultheater-Treffen von Nordrhein-Westfalen, das so genannte ‚Maulheld*innen-Festival‘ zu Gast“, erzählt Georg Kentrup vom Consol-Theater.

Mit 157 Beteiligten wird das ein echtes Großprojekt. „Schon im Vorfeld ist das eine kniffelige logistische Aufgabe“, betont Kentrup: „120 junge Theatermacher und ihre Betreuer müssen ja auch erst einmal untergebracht werden.“ Und so wird nun auf dem weitläufigen Consol-Gelände ein großes Zelt aufgebaut, auch im Naturfreundehaus an der Holbeinstraße und im Haus Grimberg haben sich Schlafplätze gefunden.

Logistischer Aufwand

„Wir sind sehr froh, dass wir hier in Gelsenkirchen auf ein so tolles Netzwerk zurückgreifen können – denn ohne die vielen Helfer vor Ort wäre es gar nicht möglich, so ein Festival zu stemmen“, sagt er. So werden die Falken das Zelt aufbauen helfen, der Heimatbund übernimmt Besichtigungstouren durch Ückendorf und die dortige Gesamtschule an der Bochumer Straße stellt ihre Aula für Aufführungen zur Verfügung. „Und dass, obwohl die Schule wegen des Brückentages eigentlich geschlossen ist“, so Kentrup.

Die theaterbegeisterten Schüler der GSÜ haben die Festivalgäste aus Düsseldorf, Remscheid, Mülheim, Meinerzhagen und Münster spontan zu einem „Fastenbrechen“-Abendessen eingeladen, zu dem jeder etwas mitbringen soll. Und nicht nur das bunte Rahmenprogramm, auch die Stücke haben es in sich: „Zur Eröffnung zeigen die ‚Maulheldinnen‘ der Marienschule Münster ihr selbstgeschriebenes Stück „Tag 99“, in dem Mikroplastikteilchen im Wasser dazu führen, dass sich alle männlichen Lebewesen in weibliche verwandeln“, erzählt Theaterpädagogin Ulrike Czermak. Los geht’s am Mittwoch, 29. Mai, um 20 Uhr im Consol-Theater an der Bismarckstraße 240.

Die Stadt im Visier

Das Programm wird am

Donnerstag, 30. Mai, um 11 Uhr fortgesetzt, wenn Schüler der Mülheimer Willy-Brandt-Schule mit „Stadt Unter“ zu einer ungewöhnlichen Stadtbesichtigung auf offener Bühne einladen. „Dabei werden auch ‚Wunsch-Orte‘ besucht“, verspricht Theaterpädagogin Barbara Grubenbecher vom Consol Theater. Ab 14.30 Uhr wird der Literaturkurs der Gesamtschule Ückendorf in der Aula an der Bochumer Straße mit dem Stück „Grenzgänger“ die Werke der Autorin Janne Teller unter die Lupe nehmen.

Ein Handy-Chat mit „Faust“

Literarisch weiter geht es ab 17 Uhr im Consol Theater mit einer digitalen Version von „Faust“: Schüler des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen laden zum Handy-Chat, um Mephistos Versuchungen in die heutige Zeit zu transportieren.

Der Freitag, 31. Mai, beginnt um 10 Uhr im Consol-Theater mit der Frage nach der eigenen Identität: Die Theater-AG des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums präsentiert „Peer Gynt – Ich ist ein Anderer“. Der Faszination des „Nichts“ spüren Schuler der Gesamtschule Ückendorf am gleichen Tag ab 16 Uhr in ihrer Schulaula nach. Zum Abschluss des Festivals zeigt das Consol-Theater am Samstag, 1.Juni, ab 19 Uhr eine Aufführung des Jugendstückes „Biene im Kopf“.

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