Klimaschutz

In Gelsenkirchen sind gleich zwei Freitags-Demos angemeldet

Rund 200 junge Klimaschützer ließen sich am Freitag, 15. März, bei der Gelsenkirchener „Fridays for Future“-Premiere vom schlechten Wetter nicht abschrecken.

Rund 200 junge Klimaschützer ließen sich am Freitag, 15. März, bei der Gelsenkirchener „Fridays for Future“-Premiere vom schlechten Wetter nicht abschrecken.

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen.   Auch am Freitag, 22. März, soll in Gelsenkirchen fürs Klima demonstriert werden. Doch es gibt gleich zwei „Friday“- Protest- Anmeldungen.

Für Freitag, 22. März, 12 Uhr sind gleich zwei Demonstrationszüge für mehr Klimaschutz unter dem Label „Fridays for Future“ ab Heinrich-König-Platz (HKP) durch die City angemeldet: Eine von einem Mitglied von „Rebell“, der Jugendorganisation der MLPD, und eine von der Schülergruppe der Gelsenkirchener „Fridays for Future“ (FFF). Beide haben zwar das gleiche Motto und auch in der Sache die gleichen Ziele: Gemeinsam wollen zumindest die überparteilichen FFF-Schüler jedoch nicht antreten, falls die Rebell-Anhänger nicht auf ihre Fahne verzichten.

Überparteiliche Schüler fordern Parteifahnen-Verzicht

Die FFF-Schülergruppe, die von einer ebenfalls unabhängigen Elterngruppierung unterstützt wird, will sich auf jeden Fall von der Rebell-Politik distanzieren. Allerdings hatte ein Rebell-Mitglied sowohl die erste Demonstration am vergangenen Freitag, 15. März, angemeldet, die FFF-Gruppe mitbegründet und die Moderation bei der Demonstration übernommen bei der Premiere – zum Leidwesen jener, die jede Parteipolitik raushalten wollen.

Gestreikt werden soll Freitag in jedem Fall

Die zuvor nicht organisierten und entsprechend darin weniger erfahrenen Schüler hatten sich über Parteizugehörigkeiten im Vorfeld der ersten Demonstration gar keine Gedanken gemacht – bis die Rebell-Fahne bei der Demonstration mitgetragen wurde und die Klimaschutzforderungen lautstark mit MLPD-Kapitalismuskritik verbunden wurden. Rebell-Sprecherin Celina indes reklamiert für ihre Organisation: „Auch das gehört zur Überparteilichkeit und Zusammenarbeit auf Augenhöhe, dass jeder gleichberechtigt seine Meinung sagen kann.“ Alle seien eingeladen, dies zu tun.

Doch die anderen wollen sich ausschließlich zum Klimaschutz äußern. Und laden ihrerseits die „Rebellen“ ein, dies gemeinsam zu tun – ohne parteipolitische Äußerungen und Fahnen.

„Wir streiken, bis ihr handelt“

Bei Redaktionsschluss gab es zum letzten Punkt noch keine Einigung. Fest steht aber, dass Freitag ab 12 Uhr, beginnend auf dem HKP, wieder im Rahmen von „Fridays for Future“ für besseren Klimaschutz gestreikt wird. Schließlich lautet das Motto der FFF-Bewegung „Wir streiken, bis ihr handelt!“. Ob mit einem oder zwei Demonstrationszügen wird sich zeigen. Die Polizei geht bislang nicht davon aus, dass es wegen der Meinungsverschiedenheiten ernste Probleme gibt.

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