Elektromobilität

In Gelsenkirchen sind erst 86 Elektroautos angemeldet

Die ELE Strom-Zapfsäule am Wissenschaftspark steht der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die ELE Strom-Zapfsäule am Wissenschaftspark steht der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Foto: Michael Korte

Gelsenkirchen.  Elektrofahrzeuge können bisher an acht öffentlichen Säulen der Emscher Lippe Energie (ELE) aufladen.Tankstelle in Buer ist zurzeit nicht verfügbar.

Im Expresstempo treibt das kleine Nachbarland Holland die Energiewende voran. Die Stadt Utrecht mit 344 000 Einwohnern bietet den Fahrern von Elektroautos 1000 öffentlich zugängliche Ladestationen. Gelsenkirchen mit 260 000 Einwohnern hat von Emscher Lippe Energie (ELE) aktuell acht Säulen mit Ladestationen, die für jeden nutzbar sind. 2018 sollen drei dazu kommen.

Eher das Tempo einer alten Dampflok

In Deutschland vollzieht sich die Energiewende eher im Tempo einer uralten Dampflok. Städte, Energieversorgung und Bundesregierung hoffen, dass sich endlich mehr Bürger für einen Elektrowagen oder zumindest für einen Hybrid entscheiden. Die Bürger hoffen, dass Elektrowagen endlich mehr Reichweite bekommen, damit man bei dem dünnen Netz von Ladestationen sicher und umweltfreundlich ans Ziel kommt. Für drei Stunden ist Elektroautos der Verbleib an einer Ladestation gestattet. Die braucht man in der Regel auch, wenn man nicht gerade an einer Schnellladestation auflädt.

Genau 86 Elektrofahrzeuge sind im Augenblick in der Großstadt Gelsenkirchen angemeldet. „Das Umweltreferat hat vor einiger Zeit zwei E-Fahrzeuge für Dienstfahren in Betrieb gekommen“, sagt Oliver Schäfer, Pressesprecher der Stadt. Noch stehe die Stadt am Anfang, aber mit dem Masterplan Green City sei ein Anfang gemacht. „Wir würden uns freuen, wenn der Bedarf größer wäre, dann könnten wir auch mehr Ladestationen zur Verfügung stellen“, erklärt Oliver Schäfer.

Für Falschparker an E-Ladestationen gibts Knöllchen

Wenn Unbefugte auf einem Platz an einer Ladestationen stehen, gibt es Knöllchen. „Gestaffelt nach der Verweildauer verteilt die Stadt dann Verwarngelder. Das Mindeste sind zehn Euro.“ Dieses Problem habe man an der Mulvanystraße verstärkt gehabt, 21 Mal habe die Stadt dort eingreifen müssen, weil irgendwelche Pkw-Fahrer den E-Autos den Ladeplatz versperrten.

„Laut einer neuen Studie laden 80 Prozent der E-Autofahrer ihren Wagen zu Hause an einer Ladebox auf“, berichtet der Pressesprecher der Emscher Lippe Energie (ELE), Peter Efing. Seit 2011 sei die ELE verstärkt im Bereich Elektromobilität unterwegs, habe mittlerweile auch Partner wie den Zoom und die Sparkasse, die mit zwei Elektrofahrzeugen im Stadtgebiet unterwegs sei.

Ladestation Buer ist wegen Umbaus nicht verfügbar

„Für die Öffentlichkeit gibt es Ladestationen am Wissenschaftspark, der Mulvanystraße, an der Geschäftsstelle der Arena, am Zoom, bei Gelsennet an der Horster Straße 119, am Nordring 3 an der Avia-Tankstelle, an der Autobahnraststätte Resser Mark und am Stegemannsweg 46. Die Station in Buer ist zurzeit wegen des Umbaus des Busbahnhofs nicht verfügbar“, erklärt Efing.

Vier Fahrzeuge vom Typ VW up stehen für Dienstfahren im Dienst der Gelsendienste, vier weitere kleine Nutzfahrzeuge sollen angeschafft werden. Als wenig tauglich stellten sich im Test Elektro-Müllfahrzeuge heraus. Da die Technik aber schon jetzt Richtung Wasserstoffantrieb unterwegs sei, warte man die weitere Entwicklung ab.

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