Kunstverein

Im Museum kam jede Menge Kunst unter den Hammer

Der Kunstverein Gelsenkirchen versteigerte jede Menge Werke  im Kunstmuseum Gelsenkirchen. Auktionator Hans-Günter Seibt sorgte für gute Stimmung.

Der Kunstverein Gelsenkirchen versteigerte jede Menge Werke im Kunstmuseum Gelsenkirchen. Auktionator Hans-Günter Seibt sorgte für gute Stimmung.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen.   Der Kunstverein Gelsenkirchen hatte zur 17. Kunstversteigerung eingeladen und viele Interessierte strömten ins Museum.

Der Raum ist zum Bersten gefüllt. Das Fieber steigt, die Temperaturen klettern, die Luft wird knapp. Ein paar Damen versuchen noch, sich in den Raum hinein zu quetschen. Danach geht wirklich nichts mehr im Kunstmuseum an der Horster Straße. Denn hier kam am Freitag wieder Kunst unter den Hammer.

Mit jedem Jahr fährt der veranstaltende Kunstverein Gelsenkirchen mit dieser attraktiven Aktion neue Rekorde ein. Konnten die Kunstförderer im letzten Jahr noch 105 hochkarätige Werke anbieten, waren es diesmal bereits 134. Und lag das höchste Gebot 2016 bei 290 Euro, ging ein Original-Gemälde diesmal für stattliche 430 Euro weg. Und lag der Gesamterlös der Versteigerung vor einem Jahr noch bei 6500 Euro, nahmen die Kunstfreunde diesmal immerhin stattliche 8050 Euro ein. Der Erlös kommt der Vereinsarbeit zugute.

Schnäppchen angepeilt

Eine Stunde vor Beginn der Auktion drängen die Menschen bereits ins Museum: Vorbesichtigung ist angesagt, die ersten möglichen Schnäppchen werden angepeilt. „Bis 100 Euro werde ich auf jeden Fall mitbieten“, kalkuliert eine junge Frau scharf. Ein Mann hat ein Auge auf ein schrilles Gemälde geworfen. „Da biete ich erst kurz bevor der Hammer fällt mit“, rechnet er sich gute Chancen aus.

Den besagten Hammer lässt den ganzen Abend lang Kunstvereinsmitglied Horst-Günter Seibt unterhaltsam aufs Holz niedersausen. Mit netten Sprüchen animiert er zum Bieten, wenn sich niemand so recht entscheiden mag. Er arbeitet mit Erfolg: Nur knapp 30 eingereichte Werke wechseln an diesem Abend nicht den Besitzer und gehen zurück an die Kunstschaffenden. Ulrich Daduna, Vorsitzender des Kunstvereins, ist zufrieden mit dem großen Kaufinteresse: „Das spricht für die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten.“

Erstgebote bis 50 Euro

Glücklich ist Daduna, der den aufwendigen Abend mit rund zehn Helferinnen und Helfern gestemmt hat, auch mit dem großen Interesse von Anbietern (55 Künstler reichten Werke ein) und mit dem der Besucher. Angesichts der drangvollen Enge im musealen Saal weiß Ulrich Daduna aber auch: „Das Raumproblem muss tatsächlich im nächsten Jahr gelöst werden.“

Der Kunstverein bietet seine jährliche Versteigerung für die Besucher kostenlos an. Es muss kein Eintritt bezahlt werden und auch die Bieterkarten gibt es kostenlos. Und dazu serviert der Verein auch noch Getränke und Stullen.

Mindestgebote schon ab einem Euro

Die Mindestgebote liegen zwischen 1 Euro und 50 Euro. Dafür gibt’s jede Menge Originale unter anderem von Künstlern wie Ilsebill Eckle, Uwe Gelesch, Felix Zdziuch, Stefan Pietryga, Heinrich Jüttner, Wolfgang Sternkopf, Claudia Tebben oder Beate Hagemann.

Der Künstler, für den die Bieternummern am häufigsten in die Höhe schnellten, war übrigens derselbe wie im letzten Jahr. Bei der Acrylmalerei des Gelsenkircheners Jürgen Buhre boten die meisten mit. Auch die Modezeichnungen der Gelsenkirchenerin Margarete Gockel stießen auf großes Bieterinteresse. Auch wenn die Auktion am Freitag, den 13, stattfand, es gab, so Daduna, keinerlei Pannen.

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