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Hund soll Kind gebissen haben: Mieter wehrt sich gegen GGW

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Soll seinen Hund abgeben, fordert die GGW: Der Gelsenkirchener Michael Peterhansel mit seinem Schäferhund Levi.

Soll seinen Hund abgeben, fordert die GGW: Der Gelsenkirchener Michael Peterhansel mit seinem Schäferhund Levi.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Erle.  Weil sein Hund einen Nachbarsjungen gebissen haben soll, hat ein Gelsenkirchener Ärger mit der GGW. Jetzt entscheidet ein Gericht über den Fall.

Michael Peterhansel sorgt sich um seinen Hund Levi: Sein Vermieter, die Wohnungsgesellschaft GGW, fordert von ihm, dass er den Amerikanischen Schäferhund abgibt – oder aus der Wohnung an der Steigerstraße auszieht. Der Vorwurf: Levi soll den Sohn eines Nachbarn von Michael Peterhansel gebissen haben.

Der Vorfall hatte sich im Sommer ereignet – und er hat, wie Michael Peterhansel berichtet, eine Vorgeschichte. Vor einiger Zeit seien in dem Haus, in dem er wohnt, neue Nachbarn eingezogen. Eine Familie mit drei Kindern zwischen 6 und 15 Jahren, und laut Peterhansel sei es mit dem Frieden im Haus schnell vorbei gewesen: „Die sind unglaublich laut“, sagt der 61-Jährige und beschwert sich auch über weitere Vorfälle: „Die werfen Gegenstände aus dem Fenster, mein Fenster haben sie schon einmal bespuckt.“

Das sagt die Gelsenkirchener Wohnungsgesellschaft zu dem Vorfall

Im Sommer sei es dann zum Eklat gekommen. Anlass war ein Grillfest hinter dem Haus, an dem Peterhansel teilgenommen hatte, auch sein Hund Levi war dabei. Die Nachbarskinder hätten den Hund geärgert, sagt Peterhansel. „Ich habe ihnen mehrfach gesagt, dass sie den Hund in Ruhe lassen sollen“, sagt der Mieter. „Irgendwann hat Levi dann genug gehabt und den Jungen laut ins Gesicht gebellt.“ Peterhansel bezweifelt, dass es zu einem Biss gekommen sei.

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Das sieht man bei der GGW anders. „Der Hund hat den Jungen gebissen“, sagt Stefan Eismann, Bereichsleiter für die Bestandsbewirtschaftung bei der Wohnungsgesellschaft, „und das ist bei der Polizei auch aktenkundig.“ Damit sei für die GGW eine rote Linie überschritten. „Gewalt in jeder Form ist für uns ein absolutes No-Go“, sagt Eismann. Deshalb habe die GGW Michael Peterhansel aufgefordert, den Hund zu entfernen – oder auszuziehen.

Rückendeckung von der Nachbarin

Das sieht Peterhansel nicht ein. „Ich halte hier seit 18 Jahren Hunde, und es ist bislang noch nie etwas vorgefallen“, sagt er. Rückendeckung bekommt er von seiner Nachbarin Bianca Bross. „Ich habe selbst einen Hund“, sagt sie, „und mir ist noch nicht aufgefallen, dass Levi aggressiv ist.“ Sie bestätigt allerdings, dass die Nachbarsfamilie von Peterhansel oft durch Lärm auffällt. „Ich kann nicht verstehen, dass Michael Peterhansel immer an allem Schuld sein soll“, sagt sie.

Weil Michael Peterhansel sich gegen die GGW-Forderung wehrt, muss Anfang Dezember das Gericht entscheiden, wie es mit ihm und Levi weitergeht.

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