Preisverleihung

Hollywood-Flair bei Internetoper-Awards in Gelsenkirchen

Bei der Verleihung des Internetoper-Awards stellten sich 85 Schülerbeiträge dem Urteil der Jury. Im Kino Schauburg in Buer fand die feierliche Preisverleihung statt. Foto: Sebastian Konopka

Foto: WAZ FotoPool

Bei der Verleihung des Internetoper-Awards stellten sich 85 Schülerbeiträge dem Urteil der Jury. Im Kino Schauburg in Buer fand die feierliche Preisverleihung statt. Foto: Sebastian Konopka

Gelsenkirchen.   Ein Hauch von Hollywood wehte bei der Verleihung der Internetoper-Awards durch die Schauburg Buer. Schüler aus Gelsenkirchen, Bottrop und der Türkei hatten viel Energie in die 85 Kurzfilm-Beiträge gesteckt, mit denen sie sich bei der Jury bewarben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Roter Teppich vor dem Eingang, Laudatoren im Scheinwerferlicht und ein Preis, den es noch nie gegeben hat: Hollywood ließ grüßen bei der Verleihung des Internetoper-Awards in der Schauburg Buer. Und wenn auch die Preisträger in Jeans und Turnschuhen nicht so glamourös gekleidet waren wie die Oscar-Gewinner im Blitzlichtgewitter der internationalen Presse - der Jubel war umso echter.

Denn die Schüler aus Gelsenkirchen, Bottrop und der Türkei hatten viel Kreativität, Zeit und Energie in die 85 Kurzfilm-Beiträge gesteckt, mit denen sie sich bei der Jury um einen der Awards bewarben. Initiiert hatte das Projekt Michael Schulz, Generalintendant des Musiktheaters im Revier, im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Ruhr2010.

Jugendliche ließen sich vom Genre Oper nicht abschrecken

Dass sich die Jugendlichen vom „Hochkultur“-Genre Oper nicht abschrecken, sondern inspirieren ließen, freute Schulz besonders. Auch Juror Baris Aladag, Drehbuchautor und Regisseur, nötigte es Respekt ab, wie souverän viele die Aufgabe bewältigt hatten, von ihnen selbst ausgewählte Szenen aus Puccinis Oper „Manon Lescaut“ oder Henzes Lyrischem Drama „Boulevard Solitude“ zu verfilmen und ins Internet zu stellen.

Welch ein Glück, dass die Jury sich nicht auf einen Preisträger einigen musste. Theaterregisseur David Bösch, vertreten durch Schauspieldramaturgin Anna Haas (Bochumer Schauspielhaus), hatte sich für „Manons Verhaftung“ entschieden, eine halb-szenische Deutung mit Comic-Elementen, „die Lust macht, Oper zu sehen, spüren, erleben und hören“. Gedreht wurde der Streifen vom Deutsch-Grundkurs 11 des Grillo-Gymnasiums.

Sonderpreis für das Einreichen besonders viele Beiträge

Journalist Stefan Keim favorisierte „Die Rückkehr“ des (gesamten!) Schalker Gymnasium in Kooperation mit der zeitlupe GmbH. Dem „Monumentalwerk“, so Keim, gelinge es, den Auftritt eines Chores grandios in Szene zu setzen.

Juror Aladag prämierte „Happy End“ der Theatergruppe Büyükcekmece des gleichnamigen Gymnasiums aus Gelsenkirchens Partnerstadt. Filmemacher Frank Bürgin sowie die Juryvorsitzenden Nesrin und Yasemin Samdereli, bekannt durch ihren Film „Almanya“, kürten „Disco“ von Schülern des Josef-Albers-Gymnasiums Bottrop.

Die Gesamtschule Ückendorf freute sich über einen Sonderpreis der Juryvorsitzenden, da sie besonders viele und unterschiedliche Beiträge eingereicht hatte. Intendant Schulz vergab Sonderpreise für die Arbeiten von Über-20-Jährigen: Prämiert wurden „Die Küche“ (sputdix alias Dirk Gerigk) und „Episode 13“ (Andreas J. Etter).

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik