Gesundheit

Hohe Zahl an Geschlechtskrankheiten in Gelsenkirchen

Liegt eine sexuell übertragbare Erkrankung vor, sollten möglichst auch die Sexualpartner auf eine Infektion untersucht und behandelt werden. Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern erhöht das Risiko einer Infektion.

Liegt eine sexuell übertragbare Erkrankung vor, sollten möglichst auch die Sexualpartner auf eine Infektion untersucht und behandelt werden. Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern erhöht das Risiko einer Infektion.

Foto: Foto: AOK/hfr

Gelsenkirchen.  Die Anzahl der Geschlechtskrankheiten in Gelsenkirchen bleibt hoch. Allein die AOK hat im Vorjahr 479 Fälle registriert.

Die Anzahl der Geschlechtskrankheiten liegt in Gelsenkirchen auf einem gleichbleibend hohen Niveau. Das meldet die Krankenkasse AOK. Im Vorjahr vergangenen Jahr waren allein bei den Versicherten der AOK Nordwest 479 Fälle zu verzeichnen (2018: 517 Fälle). Das ist ein Minus von lediglich 7,35 Prozent.

Männer in Gelsenkirchen um 20 Prozent stärker betroffen als Frauen

Der aktuellen Auswertung zufolge liegt der Anteil der betroffenen Männer mit 60,1 Prozent höher als der der Frauen mit 39,9 Prozent. Am häufigsten wurden anogenitale (venerische) Warzen diagnostiziert gefolgt von akuter Virushepatitis B, Herpes Simplex, Syphilis und Chlamydien.

Zu den häufigsten Anzeichen gehören Ausfluss aus Harnröhre oder Scheide, genitale Geschwüre, Schwellungen der Leistengegend oder der Hoden sowie Unterbauchschmerzen. „Sexuell übertragbare Krankheiten können zum Teil zu schweren Folgeschäden führen. Beispielsweise kann eine Chlamydien-Infektion die Ursache für Unfruchtbarkeit sein, Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) oder auch mit Hepatitis B können Krebserkrankungen zur Folge haben und eine nicht behandelte HIV-Infektion AIDS“, erklärte Service-Regionsleiter Jörg Kock.

Kondome bieten Schutz vor einer Infektion

Zur Prävention der Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten sei es daher wichtig, frühzeitig und gezielt über Infektionen und Übertragungswege zu informieren. „Kondome bieten einen guten Schutz vor einer Infektion. Liegt eine sexuell übertragbare Erkrankung vor, sollten möglichst auch die Sexualpartner auf eine Infektion untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern erhöht das Risiko einer Infektion“, so Kock weiter.

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