Ausstellung

Filigrane Traumwelten von Heike Klingler in Gelsenkirchen

Ein Lied inspirierte Heike Klinger zu der kleinen Stab-Skulptur „Goldener Salamander“. Jede ihrer vielschichtigen Arbeiten erzählt eine Geschichte.

Foto: Michael Korte

Ein Lied inspirierte Heike Klinger zu der kleinen Stab-Skulptur „Goldener Salamander“. Jede ihrer vielschichtigen Arbeiten erzählt eine Geschichte.

Gelsenkirchen-Buer.   Traumgestalten, mal gemalt, mal gezeichnet, mal als filigrane Skulptur, bevölkern derzeit die Sparkasse in Buer. Künstlerin Heike Klinger aus Gelsenkirchen hat sie geschaffen.

In der ersten Etage der Sparkasse Buer an der Nienhofstraße können Besucher derzeit in eine sehr besondere, mystische Traumwelt eintauchen. Im Rahmen der Ausstellungsreihe mit herausragenden Künstlern aus Gelsenkirchen und Umgebung sind nach den großformatigen Arbeiten von Susanne Zagorni jetzt extrem zarte, filigrane Werke unterschiedlichster Gestalt und Genres von Heike Klinger (58) zu sehen.

Die surrealistisch arbeitende renommierte Künstlerin, die weltweit ausstellt, ihr Zentrum und Atelier jedoch in Gelsenkirchen-Sutum behalten hat, gibt hier einen Überblick über ihr Schaffen der letzten Jahre. Von kleinen Keramiken über Zeichnungen in Mischtechniken bis hin zu großformatigen Gemälden reicht die Palette der ausgestellten Werke.

Heike Klinger ist auch als Dozentin tätig

Heike Klinger ist die dritte Künstlerin in der Ausstellungsreihe, die Jutta Kabuth für die Sparkasse kuratiert hat. In Gelsenkirchen arbeitet die studierte Grafikerin und Designerin als Künstlerin und VHS-Dozentin. Vor allem in Österreich mit seiner große surrealistischen Tradition, aber auch in Lateinamerika sind ihre Werke besonders gefragt, erklärt Jutta Kabuth.

In Deutschland fällt die zierliche Künstlerin mit ihrer unwirklichen Welt voller Feen, Elfen und anderen aus der Zeit gefallenen Fabelwesen aus dem Rahmen der gängigen Stile. Eine eigene Ecke haben in der Sparkasse ihre filigranen Tonarbeiten bekommen.

Als Stab-Skulpturen erzählen ein „goldener Salamander“, die „Frau des Wassermanns“ , „Lilly“ , ein „Animagus“ und ein „Adler im Nest“ dem Betrachter ihre Geschichte. Manche muss der Betrachter sich das Werk umkreisend erschließen, etwa beim „Dach des Lebens“, unter deren knorrig gedrechselten Wurzeln sich verschiedene Lebensstationen ducken.

Natur inspiriert die Gelsenkirchener Künstlerin

„Meine Geschichten wurzeln alle in der Natur. Ich nehme wahr und setze das in Traumbilder um,“ erklärt Heike Klinger ihre Arbeitsweise. Dabei legt sie Wert darauf, dass jeder seine eigene Geschichte darin entdecken kann.

Ihre Zeichnungen – meist in Mischtechniken – beziehen häufig den Rahmen mit ein. Wer sich die verwunschenen, detailreichen Zauberwelten erschließen möchte, sollte sich Zeit nehmen für manche verborgene Bedeutungsebene, die sich auf den ersten Blick nicht entschlüsseln.

Tatsächlich spielen die Elemente eine wichtige Rolle in ihren Arbeiten. Besonders gut erschließt sich das in ihrer jüngsten Arbeit „Erdstein-Zeichen“, einem kreisförmigen Keramikrelief, auf dem das Material die Gestalt für Feuer, Wasser, Erde und Himmel wechselt, Die Scheibe ruht auf einem Holzsockel, dessen Geschichte die Künstlerin zu dem Werk inspirierte.

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