Jazzkonzert

Hammer + 3: Zum Finale in Gelsenkirchen ein famoses Quartet

Jazzgitarrist Christian Hammer (rechts) spielt mit Sängerin Minerva und Alex Morsey (Kontrabass) in der „werkstatt" in Gelsenkirchen-Buer in der Konzertreihe „Hammer +3".

Jazzgitarrist Christian Hammer (rechts) spielt mit Sängerin Minerva und Alex Morsey (Kontrabass) in der „werkstatt" in Gelsenkirchen-Buer in der Konzertreihe „Hammer +3".

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Buer.  In der „werkstatt“ in Gelsenkirchen-Buer gab es ein jazziges Jahresfinale der Reihe „Hammer + 3“. Die Musiker zeigten Pfiff und viel Spielwitz.

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Das Gesicht von Programmmacher Ralf Kolecki strahlt immer mehr. Denn immer mehr Leute strömen am Sonntagabend kurz vor Konzertbeginn noch in die „werkstatt“. Irgendwann sind keine Stühle mehr da und auch die Stehmöglichkeiten werden knapp. Beim letzten „Hammer+3“-Konzert in diesem Jahr war aber nicht nur der Zuschauerzuspruch spitze.

Gitarrist Christian Hammer lädt Musiker nach Gelsenkirchen ein

Nein, der buersche Gitarrist Christian Hammer, der seit einem Jahrzehnt nun schon immer wieder drei weitere Musiker in die kleine Kunstgalerie in der Hagenstraße einlädt, hatte zum Jahresabschluss eine sehr feine, deutsch-spanische Formation auf die Bühne geholt. Mit dabei: der Münsteraner Bassist und Sousafon-Spieler Alex Morsey, der Gelsenkirchener Spanier Daniel Sanleandro am Schlagzeug und Sängerin Minerva Diaz Perez.

Arrangements mit Schmunzelfaktor

Ein famoses Quartett, das sich munter zwischen den Stilen bewegte. Von einer zarten Bossa Nova von Antonio Carlos Jobim ging es gleich mal rüber zur berühmten Jazzballade „My Foolish Heart“; von Michel Legrands Popsong „The Windmills Of Your Mind“ zur populären Neuinterpretation von Piazzollas „Libertango“ von der androgynen jamaikanischen Sängerin Grace Jones. Aber egal was die vier da gerade spielten, es hatte immer Pfiff und Spielwitz. Auch durch Arrangements mit Schmunzelfaktor.

Emotionales spanisches Liebeslied

Wie Alex Morsey etwa auf dem mächtigen Sousafon um die Melodie des Police-Klassikers „Walking On The Moon“ herumimprovisierte – das würde sicher auch Sting gefallen. Ein emotionales spanisches Liebeslied läutete dann ein furioses Finale ein. Mit einem fulminant swingenden „Love For Sale“ - noch so einem alten Jazzstandard, der an diesem Abend herrlich frisch und aktuell klang.

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