Wirtschaftsförderung

Gute Noten für Gelsenkirchens Wirtschaftsförderer

Bei Firmenansiedlungen oder Neubauten – hier der Stölting-Komplex am Kanalufer im neuen Wohn- und Gewerbequartier Graf Bismarck – ist die gelsenkirchener Wirtschaftsförderung häufig Ansprechpartner für Investoren.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Bei Firmenansiedlungen oder Neubauten – hier der Stölting-Komplex am Kanalufer im neuen Wohn- und Gewerbequartier Graf Bismarck – ist die gelsenkirchener Wirtschaftsförderung häufig Ansprechpartner für Investoren. Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen.   Die Stadt punktet mit Verkehrsanbindung, Service und schnellem Internet. Von 450 befragten Unternehmen gaben 112 Betriebe eine Wertung ab.

Wie schätzen lokale Betriebe die Leistung der Gelsenkirchener Wirtschaftsförderung ein? „Überdurchschnittlich gut“, kann man wohl bilanzieren. Das Zeugnis hat die Stadt auf fast 40 Druckseiten bekommen, auf denen die „Unternehmensbefragung Gelsenkirchen 2017“ ausgewertet wird.

Punkten kann die Stadt mit der Note 1,9 auf der Zufriedenheitsskala von 1 bis 5 bei der örtlichen Verkehrsanbindung, eine 1,82 gibt es für die überregionalen Verbindungen. Der Service der Wirtschaftsförderung wird in der Bedeutung für den Wirtschaftsstandort mit Note 2,29 bewertet, bei der Zufriedenheit gibt es hier eine 2,32. Auch beim Internet/schneller Breitbandversorgung ist Gelsenkirchen noch klar ein Einser-Kandidat: Note 1,34. Für die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften vergeben die Betriebe die Note 1,91, allerdings sehen viele auch zunehmende Schwierigkeiten bei der adäquaten Stellenbesetzung.

Beteiligt haben sich 112 lokale Betriebe

Die „Gefak“, die Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung in Marburg, hat im Auftrag der Stadt erstmals in Gelsenkirchen die groß angelegte Unternehmensbefragung durchgeführt. Über 450 Unternehmen mit immerhin insgesamt rund zwei Dritteln der sozialversicherungspflichtigen lokalen Arbeitsplätze wurden um eine Einschätzung gebeten. Geliefert haben sie schließlich 112 Betriebe. Die Rücklaufquote von 24 Prozent liege über dem Durchschnitt bei derartigen Befragungen“, sagt Rainer Schiffkowski, Referatsleiter Wirtschaftsförderung.

Entwicklungstrends und die Serviceleistungen

Bewerten sollten sie die Rahmenbedingungen am Wirtschaftsstandort, bedeutsame Entwicklungstrends und die Serviceleistungen der Wirtschaftsförderung. „Die befragten Unternehmen stellen der Arbeit und dem Dienstleistungsangebot der Wirtschaftsförderung ein gutes Zeugnis aus“, findet Stadtrat und Wirtschaftsförderungsdezernent Christopher Schmitt. „Gleichzeitig zeigen uns die Ergebnisse der Umfrage, wo wir noch besser werden können.“

„Für uns ist das natürlich auch ein Ansporn, das Dienstleistungsangebot den Bedürfnissen der Unternehmen ständig anzupassen“, betont Schiffkowski. Wichtig ist den Firmen demnach die Fachkräfterekrutierung und auch die Revitalisierung bestehender Gewerbeflächen. Unzufrieden war sie in Teilen mit der Vermittlung von Gewerbeobjekten über die „Gelsenkirchen-Immobilien-App“.

61 Prozent Bekanntheit über persönliche Ansprache

Gut, aber ausbaubar scheint noch der Bekanntheitsgrad der Wirtschaftsförderung. Von 105 Betrieben, die auf diese Frage antworteten, kennen gut die Hälfte die Wirtschaftsförderung und haben deren Leistungen und Angebote bereits in Anspruch genommen. Bekanntheit erreicht der Dienstleister übrigens zu 61 Prozent über persönliche Ansprache und gerade einmal zu drei Prozent über Soziale Netzwerke.

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