Offizielle Einweihung

Großer Bahnhof am schmucken Lavia-Domizil in Gelsenkirchen

Sandra Falkenauer (Stadtmarketing, Lavia-Mitstreiter Meinrad Rupieper und Trauerbegleiterin Viki Gwosdek (v.l.) stehen hier im ehemaligen Sarglager. Symbolisch ist hier für die Trauerarbeit ein Sarg aufgestellt. Die gelbe Sonne hat ein Kind gemalt – „damit Mama im Sarg Licht hat“.

Sandra Falkenauer (Stadtmarketing, Lavia-Mitstreiter Meinrad Rupieper und Trauerbegleiterin Viki Gwosdek (v.l.) stehen hier im ehemaligen Sarglager. Symbolisch ist hier für die Trauerarbeit ein Sarg aufgestellt. Die gelbe Sonne hat ein Kind gemalt – „damit Mama im Sarg Licht hat“.

Foto: Heinrich Jung

gelsenkirchen-Ückendorf.   Jetzt ist das ehemalige Gärtnerhaus am Südfriedhof auch offiziell eingeweiht. Spenden für neue Trauergruppen im geschützten Raum sind nötig.

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Es ist eine fröhliche Einweihungsfeier mit vielen Gästen, mit besinnlichen, musikalischen Momenten, in denen auch Tränen fließen, mit „guttuenden Menschen“, wie Mechthild Schroeter-Rupieper ihr Team nennt, eine Feier, bei der das Wort „Danke“ immer wieder fällt: Lavia, der Verein für Familientrauerbegleitung und das gleichnamige Institut haben am Freitag Haus der offenen Tür. Das alte Friedhofsgärtnerhaus am Südfriedhof, erbaut 1905, ist nun endgültig Geschichte.

Gelsendienste-Chef Ulrich Husemann steht in ungewöhnlicher Rolle am Mikrofon im Garten: Als Vermieter von Lavia e.V. lässt er die Entstehungsgeschichte des Mietvertrages und das Feilschen um den Mietzins in launigen Worten Revue passieren. Er gesteht aber auch, dass Gelsendienste irgendwann die Reißleine ziehen musste, „damit die Miete nicht ins Unermessliche steigt“. Lavia habe schlussendlich vieles noch mit Spendenhilfe selbst erledigt.

Der Verein ist von Spenden abhängig

Womit er ein wichtiges Thema anstößt – denn ohne Spenden kann der Förderverein seine Gruppen nicht in dem Umfang anbieten, wie es der Bedarf eigentlich erfordert. Im Gegenteil, eine Trauergruppe wurde bereits geschlossen.

Gern nehmen Vereinsvorsitzender Andreas Bucksteeg und Trauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper da natürlich zwei stattliche Scheckes entgegen: 4000 Euro – Erlös des jüngsten Bürgerbrunch’ im Stadtgarten – gibt’s vom Inner-Wheel-Club Gelsenkirchen und die Soroptimistinnen vom Konzert „sing for benefit“ steuern noch einmal 3250 Euro bei. Noch in Arbeit ist der Scheck der Polizei: 5000 Euro vom Blaulichtlauf-Erlös fließen zugunsten des Vereins.

Trauerbegleiterin will Menschen stark machen

In Worte gekleidete Anerkennung spendete Bürgermeisterin Martina Rudowitz: „Ich glaube, so eine Arbeit kann man nur machen, wenn man in sich ruht.“ Trauer und Freude gehörten zum Leben, „wenn uns diese Gefühle abhanden kommen, werden wir krank“, unterstreicht Mechthild Schroeter-Rupieper, warum Trauerbegleitung so wichtig sei. Wobei „wir nicht die Tröster sind, die Trauernden über den Kopf streicheln. Wir tun alles, um Menschen stark zu machen“.

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