Austausch

Gewerkschaften und OB einig bei Maßnahmen zum Strukturwandel

Blick von der Halde Oberscholven auf das Steinkohlekraftwerk Scholven. (Symbolbild)

Blick von der Halde Oberscholven auf das Steinkohlekraftwerk Scholven. (Symbolbild)

Foto: Lars Heidrich/Archiv

Gelsenkirchen.   Gewerkschaften in Gelsenkirchen vermissen von der Kohlekommission Vorschläge fürs Ruhrgebiet. Mit OB Baranowski haben sie sich ausgetauscht.

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Die hiesigen Gewerkschaften sind besorgt: Bei den Vorschlägen der Kohlekommission kommt ihnen das Ruhrgebiet zu kurz. Darüber haben sie sich nun mit Oberbürgermeister Frank Baranowski ausgetauscht.

Die Kohlekommission der Bundesregierung hat einen Konsens zur Energiewende und zum Auslaufen der Kohleverstromung erzielt. Im Abschlusspapier vermissen die Gewerkschaften jedoch Vorschläge für die Steinkohlekraftwerke im Ruhrgebiet und die damit verbundenen Betriebe der „Verbundwirtschaft“.

Wegfall vieler Arbeitsplätze

Mark Rosendahl, Vorsitzender des DGB Gelsenkirchen, sagt, das nördliche Ruhrgebiet habe die Schließung der Bergwerke noch nicht kompensiert. Nun kämen neue Belastungen durch Schließungen der Steinkohlekraftwerke hinzu, bei denen erneut viele Arbeitsplätze wegfielen. „Wir brauchen dringend einen Innovationsschub in Bildung und industrielle Wertschöpfungsketten, um neue zukunftsweisende Arbeitsplätze schaffen zu können.“

Frank Baranowski fordert: „Noch ist ein wenig Zeit, bis die Vorschläge mit parlamentarischen Verfahren abschließend bearbeitet werden. Wir erwarten, dass die Landesregierung bis dahin nacharbeitet.“ Der OB habe die Unterstützung der Gewerkschaften für seinen Vorschlag, eine Uni im Emscher-Lippe-Raum zu gründen. Dies sei ein guter Weg, um die Innovationskraft der Wirtschaft im nördlichen Ruhrgebiet zu steigern. Ein möglicher Forschungsschwerpunkt könnte laut DGB beim Ausbau der Wasserstoffwirtschaft zur Produktion, Speicherung und Anwendung grüner Energie liegen.

Ruf nach Fördermitteln für Altflächensanierung

Die Gewerkschaften in Gelsenkirchen fordern von Bund und Land Fördermittel für die Sanierung der Kraftwerksflächen für eine Folgenutzung. Notwendig sei zudem eine finanzielle Unterstützung für die mit der Steinkohle verbundenen Betriebe der Verbundwirtschaft.

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