Trickbetrug

Gelsenkirchenerin bezahlt Gewinnversprechen teuer

Einen fünfstelligen Betrag sollte eine Schalkerin gewinnen, wenn sie zunächst  für einen sogenannten „Steam-Code“, zahlt.

Einen fünfstelligen Betrag sollte eine Schalkerin gewinnen, wenn sie zunächst für einen sogenannten „Steam-Code“, zahlt.

Foto: Jens Wolf/dpa

Gelsenkirchen.   Eine Schalkerin (58) zahlte einen hohen dreistelligen Betrag, weil ihr ein großer Gewinn vorgegaukelt wurde. Die Polizei warnt vor der Masche.

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Diese Masche ist auch bei Trickbetrügern wohl noch relativ neu – in Schalke war sie jetzt erfolgreich. Das Opfer: eine 58 Jahre alte Frau. Sie zahlte einen hohen dreistelligen Betrag für einen sogenannten „Steam-Code“, der ihr angeblich bei einem Gewinnspiel einen hohen fünfstelligen Betrag garantiere.

Bereits vergangenen Mittwoch bekam die Frau laut Polizei gegen 15 Uhr den verlockenden Anruf. Eine Unbekannte beglückwünschte die 58-Jährige und teilte ihr mit, dass sie bei einem Gewinnspiel gewonnen habe. Um diesen Gewinn zu erhalten, müsse sie jedoch den dafür vorgesehenen Geldtransporter bezahlen – und zwar im Voraus durch „Steam Codes“. Diese Codes können unter anderem im Supermarkt erworben werden. Es besteht dann die Möglichkeit, diese Codes im Internet zu aktivieren, um dann online Käufe zu tätigen.

Polizei: Derartige Gewinnversprechen sind gelogen

Die 58-Jährige kaufte tatsächlich die verlangten „Steam Codes“. Als die Unbekannte, wie zuvor vereinbart, am vergangenen Donnerstag wieder anrief, „teilte ihr die Gelsenkirchenerin alle Codes mit. Der versprochene Gewinn blieb aus“, so die Polizei. Sie warnt: „Derartige Gewinnversprechen sind gelogen. Das Geld für die Codes und auch andere Internetwährungen ist unwiederbringlich verloren.“ Gleiches gelte, wenn man „für die Kosten einen Betrag auf ein Konto überweisen soll. Auch dieses Geld ist weg und einen Gewinn werden Betroffene definitiv nicht sehen.“

Etwaige Kosten, rechnet die Polizei vor, könnten ja theoretisch auch von der Gewinnsumme einbehalten werden. „Was macht es da für einen Sinn, in Vorleistung zu treten“. Die Empfehlung: „Nichts zahlen, sondern bei derartigen Anrufen auflegen und die Polizei informieren.“

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