Festnahme

Gelsenkirchenerin (30) prellte Autoverkäufer und -käufer

Die Polizei konnte die Beschuldigte bei einem „Scheinkauf“ am 19. Juli festnehmen. (Symbolbild)

Die Polizei konnte die Beschuldigte bei einem „Scheinkauf“ am 19. Juli festnehmen. (Symbolbild)

Foto: Stephan Jansen / dpa

Gelsenkirchen.  Eine Frau hat die Gutgläubigkeit von Mitmenschen ausgenutzt, ist damit am Ende aber gescheitert. Sie prellte Autoverkäufer um Tausende Euro.

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Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Polizei ein Strafverfahren gegen eine 30-jährige Frau aus Gelsenkirchen eingeleitet. Nach bisherigem Stand soll sie in mindestens drei Fällen – einer davon in Bochum – Autos von gutgläubigen Bürgern erschlichen haben, ohne diese zu bezahlen. Dabei gab sie stets an, den Geschädigten das Geld zu überweisen und legte bei der Fahrzeugübergabe offensichtlich gefälschte Zahlungsaufträge und/oder falsche Identitäten vor. Die Verkäufer der Autos wurden jeweils um mehrere Tausend Euro geprellt.

Beschuldigte gab falsche Telefonnummern an

Die Geschädigten konnten die Frau nicht mehr erreichen, da sie falsche Telefonnummern angab. Die Beschuldigte versuchte, die Autos direkt über Online-Portale weiterzuverkaufen. In mindestens einem Fall gelang dies auch. Mindestens zwei Kaufinteressenten wurden aber misstrauisch, da die Angaben der Frau unvollständig oder nicht plausibel waren.

Schließlich konnte die Beschuldigte bei einem durch die Polizei begleiteten „Scheinkauf“ am 19. Juli angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Sie muss sich nun wegen mehrfachen betrügerischen Erlangens von Kraftfahrzeugen verantworten. Die Beamten stellten die zum Verkauf angebotenen Autos sicher.

Tipps der Polizei

Die Polizei rät:

Bleiben Sie bei Verkäufen und Käufen zwischen Privatpersonen stets misstrauisch!

Lassen Sie sich in jedem Fall einen Ausweis Ihres Gegenübers vorlegen und notieren Sie sich die Personalien.

Gerade beim Autokauf gilt: Händigen Sie den Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II) erst dann an den Käufer aus, wenn das Geld bei Ihnen auf dem Konto eingegangen ist!

Bei Bargeldgeschäften gehen Sie mit dem Käufer zur Bank und lassen ihn das Geld auf Ihr Konto einzahlen.

Nehmen Sie bei Geschäften dieser Art einen Zeugen mit und verabreden Sie sich nicht allein und nicht an menschenleeren, abgelegenen Orten, um den Verkauf abzuwickeln.

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