Lange Wartezeiten

Gelsenkirchener Zulassungsbehörde will Wartezeit verkürzen

Abgestellte und abgemeldete Autos sind ein Problem – auch für die Straßenverkehrsbehörde in Gelsenkirchen.

Abgestellte und abgemeldete Autos sind ein Problem – auch für die Straßenverkehrsbehörde in Gelsenkirchen.

Foto: Volker Speckenwirth / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Altstadt.  Personal, Online-Termine und neue Technik soll gegen lange Wartezeiten in der Zulassungsbehörde helfen. Doch schnelle Hilfe ist nicht in Sicht.

Ein Problem bei der Zulassungsbehörde, macht Stadtsprecher Martin Schulmann deutlich, sei nicht das „normale Geschäft“, sondern die hohe Zahl „an Fahrzeugen aus dem Ausland, die von Haltern aus dem Ausland“ in Gelsenkirchen angemeldet würden. Dies erfordere intensive Prüfungsvorgänge von Papieren, Führerscheinen und auch Versicherungsbelegen. Mit dem gehörigen Arbeitsaufwand hatte die Verwaltung die langen Wartezeiten bereits vor einigen Wochen erklärt. Dass sich die Situation kurzfristig entspannt, heißt es nun erneut, sei nicht zu erwarten. Schulmann: „Wir sind aber dran an diesem Thema, es werden auch Leute dorthin beordert“, doch müssten sie zunächst vorbereitet werden.

Kontingente eingeführt

Um die Probleme nicht weiter zu verschärfen, wurden Kontingente für Zulassungsdienste eingeführt – was die Autobranche ärgert. In Kürze, kündigt Schulmann an, werde bei der Zulassungs-Behörde nur noch die Online-Anmeldung möglich sein. Kundenströme seien so besser planbar. Auch prüft die Referatsleitung aktuell, welche technische Aufrüstung Entlastung bringen könnte. Lösungen sollen bald präsentiert werden.

Kräfte im Straßenverkehrsamt werden laut Schulmann auch durch die hohe Zahl an Fahrzeugen gebunden, die ohne Kennzeichen im öffentlichen Straßenraum stehen. Sie müssen zwangsweise abgemeldet werden – aktuell rund neun Fahrzeuge Tag für Tag.

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