Zoom Erlebniswelt

Gelsenkirchener Zoo trauert um neugeborenes Flusspferd-Baby

Das Flusspferdbaby mit Mama Ascita in der Dschungelhalle der Zoom-Erlebniswelt. Nach nur einem Tag verstarb das Tier. Pfleger fanden das tote Baby am Montag (5.).

Das Flusspferdbaby mit Mama Ascita in der Dschungelhalle der Zoom-Erlebniswelt. Nach nur einem Tag verstarb das Tier. Pfleger fanden das tote Baby am Montag (5.).

Foto: Zoom

Gelsenkirchen.   In der Nacht zu Sonntag ist im Gelsenkirchener Zoo ein Flusspferd-Baby geboren worden. Nur eine Nacht später starb das Tier. Warum, ist unklar.

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Traurige Nachricht aus dem Zoom: Das kleine Flusspferd, das in der Nacht von Samstag auf Sonntag geboren wurde, ist tot. Pfleger fanden das ein Tage alte Tier im Wasserbecken des Geheges, in dem es mit Mutter Asita lebte. „Uns nimmt das alle sehr mit, denn es deutete nichts darauf hin, dass es ihm nicht gut ging“, sagt Sabine Haas, Sprecherin des Zooms und Diplom-Biologin.

„Natürlich fließen da bei allen die Tränen, wenn man so ein kleines Tier aus dem Becken ziehen muss. Die sehen vor allem so aus, als ob sie schlafen, das ist nicht leicht.“ Erst musste Mutter Asita aus dem Gehege gelockt werden, was nicht einfach gewesen sei, weil sie nicht weg wollte, dann wurde das Wasser aus dem Becken gelassen, um an den Kleinen zu kommen.

Obduktion am Montagnachmittag

Es ist mittlerweile der vierte Nachwuchs der 14-jährigen Mutter, der die ersten Tage nicht überlebt. Das erste Flusspferd sei eine Totgeburt gewesen, das zweite habe einen Herzfehler gehabt, das dritte eine Magen-Darm-Infektion. Das noch namenlose Tier, das Samstag auf die Welt kam, wird am Montagnachmittag obduziert.

„Es war also immer ein anderer Grund, warum die Tiere nicht überlebt haben. Sie sind nicht so gefährdet wie Eisbärbabys. Aber die erste Woche nach der Geburt ist für Flusspferde ein Problem, weil sie Infektionen bekommen können.“ Dass Flusspferde die erste Woche überleben, sei in Zoos schon eine Schwierigkeit, in der Natur kämen natürlich noch ganz andere Gefahren dazu. Früher habe man immer eine Woche abgewartet, bis man der Bevölkerung mitgeteilt hat, dass Nachwuchs angekommen ist. Heute - mit Social Media - gehe das gar nicht mehr.

Flusspferd-Baby machte völlig gesunden Eindruck

Das Neugeborene, das jetzt gestorben ist, habe allerdings einen völlig gesunden Eindruck gemacht. Es sei gut entwickelt gewesen, habe geschwommen und getaucht und sei auch wieder problemlos aufgetaucht. „Wie wir jetzt wissen, war es ein Männchen und wog 45 Kilogramm.“

Flusspferde können ein beträchtliches Alter erreichen. „Unser ältestes ist 50 Jahre alt geworden“, sagt Sabine Haas. Wenn die Weibchen zwischen sieben und 15 Jahre alt sind, können sie trächtig werden. Die Männchen werden etwas später geschlechtsreif.

„Ungefähr 230 Tage dauert eine Schwangerschaft, also zwischen sieben und acht Monaten“, klärt die Diplom-Biologin auf. Um trächtig zu werden oder Nachwuchs zu zeugen, gebe es zeitlich nach oben keine Begrenzung. Der Vater des Kleinen, Ernie, habe in der Vergangenheit mit den Muttertieren zusammen insgesamt zwölf Jungtiere großgezogen.

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