Prozess

Gelsenkirchener Wirt soll mit Flasche auf Gast eingestochen haben

Mit einer abgebrochenen Bierflasche soll ein Wirt in Gelsenkirchen auf seinen Gast eingestochen haben.

Foto: imago stock&people

Mit einer abgebrochenen Bierflasche soll ein Wirt in Gelsenkirchen auf seinen Gast eingestochen haben.

Gelsenkirchen/Essen.   Nachts in einer Gelsenkirchener Altstadt-Kneipe: Der Wirt soll mit abgebrochener Flasche auf einen Gast losgegangen sein. Jetzt steht er in Essen vor Gericht.

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Dass Kneipengäste randalieren, kommt wohl immer wieder vor. In Essen steht seit Dienstag allerdings ein Gelsenkirchener Wirt vor Gericht, der auf einen Gast eingestochen haben soll – mit einer abgebrochenen Bierflasche.

Ärger wegen Frau Wirtin

Es war die Nacht auf den 17. Februar 2018, als es in der Gaststätte an der Hauptstraße drunter und drüber ging. Obwohl sich alle kannten, war plötzlich Ärger angesagt. Mittendrin der Kneipenwirt. „Keiner macht meine Frau an“, soll er in die Runde geschrien und dabei wild gestikuliert haben.

Einer der Gäste, der ihn beruhigen wollte, hatte ihm sogar noch eine Hand auf die Schulter gelegt. Doch es war offenbar nichts mehr zu machen. Ausgerechnet er bekam die ganze Wut des Wirts zu spüren. „Er hat mit einer abgebrochenen Flasche auf mich eingestochen“, sagte der 33-Jährige im Zeugenstand des Essener Landgerichts.

Vier Stich- und eine Schnittverletzung

Die ersten zwei Hiebe habe er noch mit der Hand abwehren können, die nächsten drei gingen in den Bauch. „Volles Rohr“, wie er den Richtern erklärte. „Ich habe gedacht, jetzt ist es aus mit mir.“ Vier Stich- und eine Schnittverletzung hatten die Ärzte später festgestellt. Darunter eine tiefe Wunde im Unterbauch.

Warum der Angeklagte (zur Tatzeit knapp zwei Promille) so ausgerastet ist, kann sich der 33-Jährige bis heute nicht erklären. Er hatte im Laufe des Abends zwar ein bisschen mit der Frau des Wirts gescherzt, von einer Anmache könne aber keine Rede sein. „So ist leider die Umgangssprache in einer Kneipe“, sagte er den Richtern. Außerdem habe seine Verlobte damals gerade ein Kind erwartet. Mit einem Urteil ist voraussichtlich im Oktober zu rechnen.

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