Unterhaltung

Gelsenkirchener Studenten produzieren Kurzfilm „J.“

Viel Konfetti und Kunstblut wurden für den Amateurfilm verwendet.

Foto: HO

Viel Konfetti und Kunstblut wurden für den Amateurfilm verwendet. Foto: HO

Gelsenkirchen.   Urs Kessler führte Regie, Johannes Wenzel schrieb das Drehbuch. Sechs Schauspieler aus dem Ruhrgebiet spielen in dem Amateurstreifen mit.

Ein blutverschmiertes Gesicht, zwei Knarren und eine Clownsmaske: Das und mehr sieht man in dem Trailer für „J.“. Der Kurzfilm ist eine Produktion von zwei jungen Gelsenkirchenern. Urs Kessler führt bei dem Film, der an die Batman-Comics des amerikanischen Verlags „DC Comics“ angelehnt ist, Regie.

Er studiert im fünften Semester Filmregie an der Ruhrakademie Schwerte. Der 21-Jährige ist nicht zum ersten Mal für eine Verfilmung verantwortlich. Unter anderem der Kurzfilm „Rotthausen 1945“ wurden bereits im Gelsenkirchener Apollo-Kino gezeigt. Johannes Wenzel, ebenfalls 21, schrieb für den Fanfilm das Drehbuch und stand für den Streifen auch zum ersten Mal selbst vor der Kamera. Mit viel Make-up und böser Miene mimt er den Joker, die Titelfigur des Films.

Ein echter Horrordarsteller spielt im Film mit

Sechs weitere Schauspieler aus dem Ruhrgebiet konnten die beiden Comic-Fans, die privat befreundet sind, für den ungefähr zwanzigminütigen Amateurfilm begeistern, mitzuspielen. Auch ein echter Horrorfilm-Darsteller gehört zu den Protagonisten. „Es ist interessant, dabei zu sehen, wie die unterschiedlichen Menschen bei den Dreharbeiten zusammentreffen und auch, wie sie vor der Kamera wirken“, sagt Urs Kessler und fährt fort: „An mancher Stelle konnten wir Textpassagen kürzen, da Mimik und Bewegungen bereits das übermittelte, was für die Handlung wichtig war.“

Die Rollen wurden dafür aus den Charakteren der Batman-Filme kreiert. Auch Anspielungen auf andere Comiccharaktere und -verfilmungen seien für den Film verwendet worden. Jedoch richtet sich der Streifen nicht nur an Kenner. „Der Film ist auch für Leute, die sich nicht mit der Comic-Welt beschäftigen. Wenn man sich auskennt, zeigt der Film jedoch neue Perspektiven“, sagt Wenzel. Gedreht wurde der Film über drei Tage hinweg in einem Raum an der Fernuniversität Hagen. Über 30 Stunden Filmmaterial sei dabei entstanden, das derzeit zusammengeschnitten wird.

Auch wenn der Film düstere Atmosphäre vermittelt, hätten die beiden Spaß an den Dreharbeiten gehabt. „Es war ein aufregender Dreh. Konfetti-Kanonen kamen zum Einsatz, Leute wurden mit Kunstblut bespritzt und eine Whisky-Flasche mit Apfelsaft ist zu Bruch gegangen“, erinnert sich der junge Regisseur. Für eine Szene, die ein überfahrenes Kaninchen zeigt, wurde ein bereits ausgestopftes Tier und Kunstblut verwendet. „Um Szenen real wirken zu lassen, passiert aber auch viel Kameraarbeit“, informiert Kessler.

Film mit viel Herzblut, aber ohne Geld

Gerade Johannes Wenzel habe viel gelernt durch den Film und auch neue Erfahrungen gesammelt. „Es war super cool, das selbstgeschriebene schauspielerisch umzusetzen. Wenn ich jetzt Filme gucke, habe ich eine ganz andere Perspektive darauf“, sagt er. Den Film, der mit „viel Herzblut, aber ohne Geld“ entstanden sei, wollen die zwei zunächst auf Horror- und Fantasy-Festivals zeigen, im Sommer soll er dann auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Den Trailer findet man schon jetzt auf: facebook.com/JokerFanFilmGermany.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik