Sightrunning

Gelsenkirchener Stadtgeschichte beim „Sightrunning“ erleben

Veranstalter Olivier Kruschinski (schwarze Trainingsjacke) erläutert vor dem Start des 04. Mythos-Gelsen-Run den Ablauf und die Strecke.

Veranstalter Olivier Kruschinski (schwarze Trainingsjacke) erläutert vor dem Start des 04. Mythos-Gelsen-Run den Ablauf und die Strecke.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services

Gelsenkirchen  Beim „Sightrunning“ trafen sich Sonntag historisch interessierte Gelsenkirchener in Sportkleidung. Im Laufschritt ging’s durch den Stadtsüden

. Unter dem Motto „Laufen, wo andere Urlaub machen“ lud Olivier Kruschinski, der Gründer der #401GE-Kampagne, am Wochenende zum sogenannten Sightrunning quer durch den Gelsenkirchener Süden ein. Natürlich im #401GE-T-Shirt ging es beim „Mythos-Gelsen-Run“ bereits zum vierten Mal durchs Grün, zu Industriebauten und weiteren Sehenswürdigkeiten in der Ruhrgebietsstadt.

Sightrunning, eine Kombination aus Lauf und Sightseeing, ermöglicht den Teilnehmern, eine Stadt einmal von einer ganz anderen Seite zu entdecken. „Es geht nicht darum Rekorde zu brechen“, so Kruschinski. Immer in Bewegung, allerdings mit kurzen Zwischenstopps und in Sportbekleidung, erfahren Frauen und Männer stattdessen mehr über die Stadtgeschichte.

Von Zeche Oberschuir über Ückendorf zur Halde Rheinelbe

Start und zeitgleich Ziel des Trainingslaufs war der Stadtbauraum am ehemaligen Schacht Oberschuir in der Feldmark. Recht entspannt ging es bei ungefähr 6.30 Minuten pro Kilometer für an die 30 Teilnehmer los Richtung Ückendorf zur Halde Rheinelbe. Weiter zur Schachtanlage Consol und zum Schalker Markt. Auf dem Consol Gelände nahm man sich sogar zehn Minuten Zeit, die Ausstellung des verstorbenen Gelsenkirchener Künstlers Werner Thiel, die an den Bergbau erinnert, zu besuchen. Locker und leicht, aber in etwa eine Halbmarathondistanz von über 21 Kilometern, ließ der Trupp im Alter von 13 bis 65 Jahren samt Hund insgesamt hinter sich.

Bergbaugeschichte und Schalke04 im Fokus

Der Fokus des Runs, den Olivier Kruschinski mit Geschichten und Erzählungen moderierte, lag dabei auf Gelsenkirchener Stadt-, Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte einerseits, aber auch auf Schalker Vereinsgeschichte andererseits. Schalke04- und Sportfan Stefan Jung war aus Radevormwald für den Lauf angereist. Begeistert erreichte er das Ziel. „Es ist interessant, auch mal andere Sachen zu sehen als nur das Stadion“, sagt er.

3000 Laufkilometer im Jahr

Gerade die Station Friedhof, auf dem einige Schalker liegen, fand er besonders interessant. Die sportliche Betätigung schien ihm leicht zu fallen. „Ich laufe sehr viel, bestimmt 2500 bis 3000 Kilometer im Jahr.“

Sandra Schön aus Oberhausen hatte ebenfalls Spaß. Gerade die grüne Aussicht von der Halde aus sowie die Geschichten über die bunten Fenster der Kirche St. Joseph hatte sie als besonders spannend erlebt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben