Europawoche

Gelsenkirchener Schüler legen den Fokus auf Europa

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Vereine, Verbände, Schulen, Hochschulen zelebrieren derzeit die Europa-Woche durch besondere Aktionen.Schüler desMax-Planck-Gymnasiums führten Bürger zu baulichen Projekten, die durch die EU gefördert werden.

Vereine, Verbände, Schulen, Hochschulen zelebrieren derzeit die Europa-Woche durch besondere Aktionen.Schüler desMax-Planck-Gymnasiums führten Bürger zu baulichen Projekten, die durch die EU gefördert werden.

Foto: Juergen Schwarz

Gelsenkirchen-Buer.  Schüler des Max-Planck-Gymnasiums organisierten eine Stadtteiltour. Diese führte zu baulichen Projekten, die von der EU gefördert werden.

Mit Europa-Flagge, beschrifteten, bunten Pappdenkblasen und Mikrofon ausgestattet, ging es für Schüler des Max-Planck-Gymnasiums quer durch Buer. Die „Denk-mal-europäisch-Tour!“, an der auch alle anderen Bürger teilnehmen konnten, widmete sich dem Thema Europa in der eigenen Stadt.

Zwar verfügt der Buersche Stadtteil über keine europäischen Baudenkmäler im klassischen Sinne, dafür aber über von der Europäischen Union geförderte Projekte im öffentlichen Raum. „Ziel der Tour ist es, an die Eigenschaften Freizügigkeit, Frieden und kulturelle Vielfalt der EU zu erinnern“, erklärt Sandra Latzke, Lehrerin der 9D, die die Europa-Woche an der Schule organisiert hatte.

Stopps am Rathaus und ZOB

So führte die Tour am Morgen, bei der die Schüler die Reiseleitung übernommen hatten, vom Rathaus zum Busbahnhof, der derzeit umgestaltet wird, weiter in Richtung Kulturmeile bis hin zum St. Urbanus-Kirchplatz.

Vier Wochen lang haben sich die Mädchen und Jungen im Erdkunde- und Politikunterricht mit dem Thema auseinandergesetzt. Im Unterricht diskutierten sie, holten sich Informationen ein, entwickelte Gedanken und brachten eigene Texte zu Papier, die sie schließlich bei dem Streifzug durch den Stadtteil öffentlich präsentierten.

Geschichtliche Informationen und Gesetzesgrundlagen ließen die Schüler in ihren Beiträgen mit einfließen. Immer wieder gab es neugierige Blicke der Passanten. Manch einer blieb stehen und lauschte den Erzählungen.

„Der Begriff EU wird oft negativ besetzt, deswegen ist es wichtig, dass wir an Positives erinnern und die Vorteile der europäischen Gemeinschaft wahrnehmen“, erklärte Latzke. Bereits während des Unterrichts hätten die Schüler, die Aufgabe positiv angenommen und sich kreativ eingebracht.

Diskussionsrunde mit Politik und Verwaltung

Am Nachmittag ging es für die Schüler in der Aula des Max-Planck-Gymnasiums politisch weiter. Unter dem Titel „Europa, Kultur und Buer“ fand eine Podiumsdisskussion statt. Prominente Gästen dabei: Jürgen Fischer, Leiter des Projekts „Interkultur Ruhr“ des Regionalverbands Ruhr, Markus Töns, Gelsenkirchener SPD-Bundestagsabgeordneter und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für EU-Angelegenheiten sowie Kulturreferatsleiter Volker Bandelow.

Die Schüler schienen sichtlich Spaß an dem Europa-Tag zu haben. Der 15-jährige Ramon sagte: „Das ist auf jeden Fall mal eine spannende Abwechslung zum normalen Unterricht, der Politik und Erdkunde vereint.“ Er hatte bei der Tour Informationen zum Busbahnhof gesammelt. Auch Shana-Marie fand Gefallen. „Es ist gut, sich mal Gedanken über die EU zu machen, weil man sich ja sonst nicht damit beschäftigt.“

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