Einbruchsschutz

Gelsenkirchener Polizei bietet Tipps zum Einbruchschutz

Ein Einbrecher (Symbolfoto) will in ein Haus eindringen, schleicht sich dazu mit Brechwerkzeug auf der Terrasse an.

Ein Einbrecher (Symbolfoto) will in ein Haus eindringen, schleicht sich dazu mit Brechwerkzeug auf der Terrasse an.

Foto: Foto: imago

Gelsenkirchen-Buer.  Die Gelsenkirchener Polizei rät: Außenlicht mit Dämmerungsschalter, ein laufendes Radio – schon kleine Maßnahmen helfen, Einbrecher abzuhalten.

Wenn am letzten Wochenende des Oktobers die Winterzeit beginnt, ist der Tag des Einbruchschutzes. „Der Einbrecher hat jetzt eine Stunde mehr Zeit“, sagt Kriminalhauptkommissarin Marion Rochel und klärt am Samstagmorgen Passanten auf der Hochstraße über den Einbruchschutz auf.

Zwar geschehen die meisten Einbrüche tagsüber, aber nicht unbedingt in der Helligkeit. „Einbrecher kommen gern in der Dämmerung, um 17 oder 18 Uhr.“ Dann, wenn die Menschen noch nicht von der Arbeit nach Hause gekommen sind. Das Problem: „Im Sommer findet das Leben im Freien statt.“ Nachbarn sind im Garten, bemerken unliebsame Besucher schneller. In der Winterzeit jedoch zögen sich die Menschen zurück in die eigenen vier Wände, beachten nicht mehr, was draußen geschieht. Eine komfortable Situation für Einbrecher.

Fallzahlen sinken im Lockdown geringer als erwartet

Was aber, wenn, wie seit Monaten, die Menschen zu Hause sind, weil sie hier arbeiten oder nicht ausgehen? „Im Lockdown sind die Zahlen zurückgegangen. Aber nicht so stark, wie wir es erwartet haben“, sagt Marion Rochel.

Die Beamtin aus dem Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz berät also, was man tun kann zum eigenen Schutz. Die erfolgreichste Maßnahme: die Verhinderung durch Einbauten an Türen und Fenstern. Im Eigenheim schon ist das ein teurer Spaß, in der Mietwohnung bedarf es auch noch der Zustimmung des Vermieters. „Wir kooperieren mittlerweile mit den sechs größten Wohnungsbaugesellschaften“, sagt die Polizistin. Das bedeutet allerdings nur, dass jene die teuren Einbauten gestatten. Der Zuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hält sich mit 20 Prozent für die ersten 1000 Euro auch in Grenzen.

Einbrecher kennen den Trick, das Licht anzulassen

Doch es gibt auch günstige Tipps von der Fachfrau. „Einbrecher möchten in unbewohnte Objekte einsteigen. Daher empfehlen wir eine Außenbeleuchtung mit Dämmerungsschalter.“ Lampen innen, per Zeitschaltuhr gesteuert, runden das Lichtkonzept ab. Eine ganz dumme Idee sei es, schon mal im Flur das Licht anzulassen, weil man abends spät nach Hause kommt. Den Trick kennen Einbrecher nämlich gut.

Noch ein Tipp: „Ein Radio dudeln lassen. Es ist bekannt, dass Einbrecher gerade in Mehrfamilienhäusern an der Türe lauschen.“ Und wie steht es um einen Hund als Einbruchschutz? „Es gibt Einbrecher, die haben Angst vor Hunden. Aber manche eben auch nicht.“ Sie kommen trotzdem rein und verletzen das Tier mitunter.

Sich selbst im Gelsenkirchener Präsidium als Einbrecher versuchen

Interessierten bietet die Polizei nach vorheriger Terminvereinbarung eine ganz besondere Erfahrung an: In einem Schauraum darf sich jeder selbst als Einbrecher versuchen und dann spüren, wie einfach bei einem handelsüblichen Fenster der Einstieg ist. Kontakt: 0209 365 8422.

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