In Betreuungseinrichtungen

Gelsenkirchener Ombudsfrau schlichtet Streitigkeiten

Ingrid Wüllscheidt (62) schlichtet als Ombudsfrau der Stadt Streitigkeiten und Probleme mit Pflegeeinrichtungen.

Ingrid Wüllscheidt (62) schlichtet als Ombudsfrau der Stadt Streitigkeiten und Probleme mit Pflegeeinrichtungen.

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen.  Ingrid Wüllscheidt ist kompetente Ansprechpartnerin, wenn es um Schwierigkeiten mit Betreuungseinrichtungen geht. Sie arbeitet ehrenamtlich.

„Ingrid Wüllscheidt ist einfach ein Glücksfall“, stellt Sozialdezernent Luidger Wolterhoff fest. Die 62-Jährige wurde vor zwei Jahren vom Rat der Stadt ausgewählt und beauftragt, um als offiziell bestellte Ombudsfrau bei Problemen oder Fragen mit Pflege- oder Betreuungseinrichtungen zu schlichten, zu vermitteln, aufzuklären.

„Man kann sich keine bessere Person wünschen“, erklärt der Sozialdezernent. Denn mit über 40 Jahren Erfahrung in der Alten- und Krankenpflege und der Begleitung von Menschen mit Demenz, ist sie eine kompetente Ansprechpartnerin für alle, die Hilfe brauchen, eine Vermittlung bei Streitigkeiten benötigen oder mehr über Rechte und Pflichten erfahren wollen.

Selbstständig mit einer Pflegeschule

Vor längerer Zeit hat sich Ingrid Wüllscheidt außerdem mit einer Pflegeschule selbstständig gemacht, hat viele Fortbildungskurse besucht und ist – was den Pflegebereich anbetrifft – kompetent wie kaum jemand anders. Und sie arbeitet in ihrem Aufgabengebiet als Ombudsfrau ehrenamtlich.

Als Pflegesachverständige darf man ihr in Heimen nicht den Zutritt verwehren. „Zu Problemen kommt es immer mal wieder, weil es in den Einrichtungen fast immer um Zwischenmenschliches geht“, erklärt Luidger Wolterhoff. „Es gibt immer mal Situationen, die zu Unstimmigkeiten führen. Es kommt häufiger vor, dass Mitbewohner nicht so gut in die Gruppen passen, weil sie sehr laut sind, zum Beispiel.“

Das Angebot ist kostenlos

Ingrid Wüllscheidt versucht, große Spannungen gar nicht erst aufkommen zu lassen, beziehungsweise aufzuklären, schon im Vorfeld die Wogen zu glätten und unbürokratisch zu schlichten. „Manchmal sind die Situationen ja so verfahren, dass gute Gespräche gar nicht mehr möglich sind“, weiß auch der Sozialdezernent. Dann baut Ingrid Wüllscheidt Brücken, damit ein gutes Zusammenleben wieder stattfinden kann. „Ich werde von vielen Einrichtungen eingeladen, um meine Arbeit dort vorzustellen, zu erklären, wann man mich anrufen und einschalten kann“. Das Angebot, das die Ombudsfrau macht, ist selbstverständlich kostenlos. „Wer Beratungsbedarf hat oder mich braucht, um Konflikte zu entschärfen, kann mich gerne ansprechen“, sagt die Pflegespezialistin.

Von vielen ist ihre Hilfe schon in Anspruch genommen worden. „Nur von Behinderteneinrichtungen noch nicht“, sagt sie. Eingeschaltet wird sie von ganz unterschiedlichen Stellen. Manchmal von Betroffenen in den Einrichtungen selbst, häufig von Angehörigen oder vom Heimbeirat.

„Bei Konflikten direkt zur Heimleitung oder Heimaufsicht zu gehen, vermeiden viele. Ich kann im Vorfeld aber vieles klären“, sagt die 62Jährige..

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