Corona-Impfung

Kinderärzte: Lassen Sie Ihre Kinder gegen Corona impfen!

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Angesichts explodierender Corona-Zahlen: Gelsenkirchens Kinderärzte appellieren an alle Eltern, ihre Kinder schnellstmöglich impfen zu lassen.

Angesichts explodierender Corona-Zahlen: Gelsenkirchens Kinderärzte appellieren an alle Eltern, ihre Kinder schnellstmöglich impfen zu lassen.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Gelsenkirchens Kinderärzte appellieren, Kinder gegen Corona zu impfen. Sie fordern auch: Impftermine abzusagen, da sonst der Impfstoff verfällt.

Es ist ein dringender Appell, mitten in der fünften Omikron-Welle. Angesichts stark steigender Corona-Zahlen gerade bei Jüngeren rufen Gelsenkirchens Kinderärzte nun alle Eltern auf: „Liebe Eltern, lasst die Kinder schnellstmöglich impfen!“

Appell der Gelsenkirchener Kinderärzte an alle Eltern: „Lasst die Kinder impfen!“

Beim regelmäßigen, virtuellen Kinderärztetreffen hätten die Mediziner eine Zwischenbilanz gezogen, berichtet Dr. Christof Rupieper, Sprecher der Gelsenkirchener Kinderärzte. Die Beobachtungen der hiesigen Pädiater gehen mit den Studien-Erkenntnissen konform: Die Erkrankung verlaufe bei Kindern insgesamt leichter, schwere Verläufe würden seltener als bei Erwachsenen auftreten. Lesen Sie hier mehr zum Start der Kinder-Impfung in Gelsenkirchen.

Das große Aber: „Bei der explosionsartig steigenden Zahl von infizierten Kindern sehen wir bei zunehmenden Fallzahlen auch schwere Krankheitsverläufe. Durch die Aufnahme des Schulbetriebes werden uns täglich mehr Kinder nach positiver Schnelltestung in der Schule zum PCR-Abstrich vorgestellt“, so die Kinderärzte. Meist würde dann auch der PCR-Test positiv ausfallen.

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Ein weiterer Appell der Kinderärzte ist gleichzeitig eine Bitte: Zuvor verabredete Impftermine abzusagen, wenn sie nicht wahrgenommen werden können oder die Impfung bereits bei einem anderen Arzt gemacht wurde. In diesen Fällen verfällt das Vakzin und muss entsorgt werden.

Nahezu alle Praxen würden ein Impfangebot machen, heißt es seitens der Kinderärzte. Die Impfung an sich gestalte sich aber recht aufwendig, was Logistik, Organisation, aber auch die Personalplanung betrifft. „In allen Praxen machen die Helferinnen freiwillig Überstunden, um den organisatorischen Aufwand zu bewältigen. Wenn sie dann regelmäßig sehen, dass Termine nicht wahrgenommen werden, nach telefonischer Rücksprache erfahren, dass die Impfung schon von einem anderen Arzt vorgenommen wurde und daher am Tagesende Impfdosen in Mülleimer geworfen werden, ist das schon sehr frustrierend“, so Christof Rupieper.

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