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Gelsenkirchener Hobby-Pokerspieler vor riesigem Gewinn auf den Bahamas

Hat seine Wurzeln auch auf den Bahamas nicht vergessen: Michael Robionek spielt auf den Bahamas im SSV Buer-Pullover um einen Millionengewinn.

Hat seine Wurzeln auch auf den Bahamas nicht vergessen: Michael Robionek spielt auf den Bahamas im SSV Buer-Pullover um einen Millionengewinn.

Foto: Facebook Michael Robionek

Gelsenkirchen/Nassau.  Ein Hobbyspieler ist die Sensation bei einem mit 26 Millionen Dollar dotierten Poker-Turnier auf den Bahamas. 86.400 Dollar hat er schon sicher.

Michael Robionek muss sich dieser Tage wie im Traum vorkommen. Der Gelsenkirchener spielt gerne Poker – in seiner Freizeit. Bei einem der höchstdotierten Turniere der Welt in Nassau auf den Bahamas steht Robionek jedoch plötzlich unter den besten 38 Spielern. 86.400 Dollar hat er dadurch bereits sicher. "An Schlaf ist derzeit nicht zu denken", lacht Robionek, als diese Redaktion ihn um 7.30 Uhr Ortszeit erreicht.

Die PokerStars Players Championship (PSPC) finden in diesem Jahr zum ersten Mal statt. Das Preisgeld beträgt insgesamt unglaubliche 26,5 Millionen Dollar. Alleine um an dem Turnier teilnehmen zu können, muss eigentlich ein Startgeld von 25.000 Dollar gezahlt werden. Robionek musste jedoch keinen Cent zahlen.

Poker-Turnier: Robionek hat einen der begehrten Platinum-Pässe gewonnen

Da das Startgeld üblicherweise nur von absoluten Profispielern und Superreichen bezahlt werden kann, hat der Online-Anbieter PokerStars 320 Platinum-Pässe vergeben. Diese konnten Hobbyspieler auf der ganzen Welt bei Online-Qualifikationsturnieren gewinnen. Robionek setzte sich erfolgreich durch und spielt nun im Inselparadies auf den Bahamas gegen absolute Weltklassespieler. "Ich habe noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Alle sind total nett und smart. Für mich ist es ein Genuss, den Spielern zuzusehen und ich lerne selbst noch eine ganze Menge dazu", ist Robionek begeistert von dem Erlebnis.

Nach drei Tagen sind von den ursprünglich 1039 Teilnehmern nur noch 38 übrig. Der aus Buer kommende Robionek ist neben Marvin Rettenmaier der einzige noch im Turnier verbliebene Deutsche. Robionek könnte jetzt sogar ein Millionengewinn winken - dafür müsste er unter die ersten sechs Spieler kommen. So erhält der Sieger gar 5,1 Millionen Dollar. Zur Einordnung: Der bislang höchste Gewinn Robioneks waren laut Sport1 läppische 80 Euro.

Seine Bueraner Wurzeln hat er während des Turniers indes nicht vergessen. Bei Facebook postete Robionek ein Foto, wo er inmitten der Turniertische im SSV Buer-Pullover steht. Garniert mit den Worten "Bei der inoffiziellen Pokerweltmeisterschaft mit einem Preisgeld von über 20 Mio.$ mit dem Jersey deiner Fußballmannschaft auflaufen und Flagge zeigen für deine Heimatstadt: unbezahlbar".

Mittwoch um 18 Uhr geht es weiter

Auf seiner Facebook-Seite fiebern Freunde und Verwandte längst mit. Wie in einer Art Live-Ticker werden während des Turniertages aktuelle Zwischenstände gepostet, Robionek weiter viel Glück gewünscht und seine Leistung gewürdigt. Am heutigen Mittwoch geht es ab 18 Uhr deutscher Zeit (12 Uhr Ortszeit) mit dem vierten Turniertag weiter. Sein Ziel: Die nächste Gewinnstufe zu erreichen. Ab Platz 31 gibt es 105.000 Dollar. "Ich habe mir für jeden Tag eine Strategie zurecht gelegt. Das hat bisher gut geklappt", gibt sich Robionek angriffslustig. Der Finaltisch soll am Donnerstag gespielt werden. Vielleicht ja sogar mit Gelsenkirchener Beteiligung.

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