Gelungenes Konzert

Gelsenkirchener Geigerin: Ihr Vorbild ist Anthony Hopkins

Die Gelsenkirchener Geigerin Lelie Christea überzeugte beim Konzert am Samstag im Stadtbauraum.

Die Gelsenkirchener Geigerin Lelie Christea überzeugte beim Konzert am Samstag im Stadtbauraum.

Foto: Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen.   Lelie Christea (Geige) und Tamilla Guliyeva (Klavier) boten in Gelsenkirchen ein gelungenes Konzert. Das Publikum im Stadtbauraum war begeistert.

Der estnische Komponist Arvo Pärt sagte einmal: „Ich könnte meine Musik mit weißem Licht vergleichen, in dem alle Farben enthalten sind. Nur ein Prisma kann diese Farben voneinander trennen und sichtbar machen; dieses Prisma könnte der Geist des Zuhörers sein.“ Diesem Motto folgen Lelie Cristea an der Geige und Tamilla Guliyeva am Klavier. Bei Pärts „Fratres“ werden aus Klängen violette Farbtupfer, dann öffnet sich das Stück, es kommen rote, grüne, gelbe und blaue Assoziationen hinzu. Cristea und Guliyeva sind wahre Klangwandler: die Violine klingt mal rein und klar, mal holzig, mal rau, das Klavier mal perlend, mal breit und dominant. Wer will, kann aus dem technisch exzellent umgesetzten Werk einen ganzen Regenbogen heraushören.

Zwischen Klassik und Film

Genau das wollte Cristea auch mit einer Kombination aus klassischen Stücken und Filmmusik erreichen. Aus der Klassik sind lyrische, erzählende Stücke dabei, wie Ravels exotisch klingende „Habanera“ oder Debussys „La fille aux cheveux de lin“. Filmsoundtracks wie „Una mattina“ aus „Ziemlich beste Freunde“ oder ein Medley aus der beliebten Serie „Game of Thrones“ hingegen aktivieren das Kino im Kopf.

Zwischen Klassik und Film

Mit „The Waltz goes on“ wählt Cristea eine sehr ungewöhnliche Schnittstelle zwischen Klassik und Film, denn dieser Walzer ist von ihrem künstlerischen Vorbild, dem amerikanischen Schauspieler Anthony Hopkins (bekannt aus dem Streifen „Das Schweigen der Lämmer“), komponiert.

Standing Ovations vom Publikum

Auf ihrer (Kino-)Leinwand bauen Cristea und Guliyeva Stück für Stück ein mitreißendes Klanggemälde zusammen.

Am Ende gibt es vom Publikum Standing Ovations – zu Recht bei dieser gelungenen Mischung aus fantasieanregender klassischer Musik und Filmsoundtracks.

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