Auto-Spende

Gelsenkirchener Berufsschüler können wieder tüfteln

Die Schüler des Berufskollegs für Technik und Gestaltung können nun wieder tüfteln: Autohändler Ralf Turowski (Mitte) spendierte ihnen ein Hyundai-Modell.

Die Schüler des Berufskollegs für Technik und Gestaltung können nun wieder tüfteln: Autohändler Ralf Turowski (Mitte) spendierte ihnen ein Hyundai-Modell.

Foto: Joachim Kleine-Büning

gelsenkirchen.   Autohändler Ralf Turowski hat der Berufsschule für Technik und Gestaltung ein neues Auto für die Ausbildung der Kfz-Mechatroniker gespendet.

Schon ein paar Tage vor dem Fest war bereits am Montag im Berufskolleg für Technik und Gestaltung Bescherung. Die Kfz-Mechatroniker haben für ihre Ausbildungswerkstatt ein nigelnagelneues Auto geschenkt bekommen. Den weißen, kompakten Flitzer hat das Autohaus Turowski spendiert. Wie es der Zufall manchmal so will, war in der Werkstatt der Schule an der Overwegstraße ein neues Auto nötig geworden.

Kurz nachdem die Kollegen ihrem Schulleiter Uwe Krakau diesen Wunsch mitgeteilt hatten, schneite bei ihm eine Mail der Wirtschaftsförderung rein, die den Kontakt zum Autohaus Turowski vermittelte. „Ich dachte, ich lese nicht richtig“, freut sich der Schulleiter. Natürlich habe er dann nicht lange gezögert, als er erfuhr, dass das Autohaus ein Fahrzeug spenden wollte. „Sie sehen, es macht Sinn, einen Wunschzettel zu schreiben“, sagt Uwe Krakau bei der Übergabe des Autos.

Die Ausbilder bauen Fehler in die Fahrzeuge ein

Dass Turowski den Hyundai i10 zur Verfügung stellen konnte, lag daran, dass es in einer Schiffsladung einige beschädigte Fahrzeuge gegeben hatte. Diese wurden zum Versicherungsfall und die Autofirma durfte daraufhin die gesamte Ladung nicht verkaufen. „Das Auto ist in Ordnung, durfte aber nicht angemeldet werden“, sagt Ralf Turowski.

Der zuvor eingesetzte Opel Corsa hatte nach 14 Jahren im Berufskolleg ausgedient. An dem Fahrzeug waren keine Diagnosen mehr möglich. „Wir haben das Auto nicht mehr zum Laufen bekommen. Das heißt, wir konnten keine Fehler einbauen“, sagt Peter Priebitz, der bis zum Sommer Abteilungsleiter Kfz-Technik am Berufskolleg war und seitdem in seiner Pension hier noch zwei Mal wöchentlich unterrichtet.

Die Ausbilder bauen immer wieder Fehler in die Fahrzeuge ein, um diese von den Schülern beheben zu lassen. Rund 200 Schüler des Berufskolleg können nun wieder an dem neuen Auto tüfteln. „Um Bildungsziele zu erreichen, braucht es entsprechende Modelle“, sagt auch Bildungsdezernentin Annette Berg, die gemeinsam mit Stadtrat Christopher Schmitt zur Übergabe des Autos ins Berufskolleg gekommen war.

Die Vorgänger blieben zwölf und 14 Jahre im Kolleg

„Ich wollte in Gelsenkirchen etwas Gutes tun“, so Turowski. Dass das Fahrzeug genau an die Schule kam, an der er selbst vor 43 Jahren lernte, ist purer Zufall. „Da habe ich mich natürlich doppelt gefreut“, sagt der Autohaus-Besitzer.

Wie alt der Hyundai im Berufskolleg wird, bleibt abzuwarten. „Das Auto wird bei uns täglich gebraucht. Wenn es nicht bewegt wird, steht es sich aber auch im Laufe der Zeit kaputt“, so Priebitz. Die beiden Vorgänger des neuen Autos schafften es immerhin auf zwölf und 14 Jahre.

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