Wanderung

Gelsenkirchen: Wanderung mit Aussicht über das Ruhrgebiet

Mit Fackeln waren die Wanderer der Abendwanderung des Lauftreff Ückendorf-1984 unterwegs in Gelsenkirchen.

Mit Fackeln waren die Wanderer der Abendwanderung des Lauftreff Ückendorf-1984 unterwegs in Gelsenkirchen.

Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Ückendorf.  Die Abendwanderung des Gelsenkirchener Lauftreffs Ückendorf-1984 führte vom Wissenschaftspark zur Himmeltreppe. Dort staunten die Wanderer.

Schon der Treffpunkt zur 18. des Lauftreff Ückendorf GE-1984 in Kooperation mit dem Bürgerverein Rotthausen und dem Wissenschaftspark zeigte sich am Sonntagabend mehr als idyllisch. Die Dämmerung brachte einen samtenen Sternenhimmel, leicht kräuselte sich das Wasser auf dem See vor dem WiPa und das Glasgebäude funkelte weiß, blau und grün im Hintergrund. Rund fünfzig Wanderer, Große und Kleine, warteten neugierig auf den Start.

„Dies ist aber kein Spaziergang, wir gehen recht zügig“, informierte Organisator Hartmuth Schlue als sich der Trupp in Bewegung setzte. Ziel des Abends war die Himmelstreppe im Rheinelbe-Park, bis dahin waren einige Leitstationen zu besuchen, insgesamt fünf Kilometer Rundkurs standen auf dem Plan. Alle Teilnehmer waren bestens ausgerüstet, warme Jacken, festes Schuhwerk und Taschenlampen. „Die nehme ich immer wenn es dunkel ist“, stolz führte der sechsjährige Max seine Lampe vor, Angst im Finstern, die kannte der Knirps nicht.

Gute Stimmung auch im finsteren Wald

Notwendig waren die tragbaren Lichtquellen auf jeden Fall. Nicht um Gespenster zu vertreiben, sondern zu schauen, wo man die Füße hinsetzte. Glitschiges nasses Herbstlaub lag unten, von oben hingen Zweige herab. Denn direkt hinter dem Parkplatz an der Virchowstraße bog Schlue scharf links ab, und es begann ein Aufstieg hinein in den schummerigen Wald. Für Helligkeit und eine gemütliche Stimmung sorgten die Fackeln des Bürgervereins. Auch wenn der Vorsitzende Georg Gerecht mit dem Wind zu kämpfen hatte, um sie anzuzünden. Im Gänsemarsch ging es hoch zum Förster Oliver Balke, der sich, in Absprache mit Schlue, gerne „aus dem Bett klingeln“ lies und über die Fauna des Naherholungsgebietes berichtete.

Der weitere Verlauf, von Schlue im Vorfeld sorgfältig recherchiert, um den Arbeiten der Emschergenossenschaft aus dem Weg zu gehen, führte an den Abzweigungen nach Mechtenberg und Jahrhunderthalle vorbei, bis der höchste Punkt der Halde schließlich erreicht wurde. Was ein Anblick als Belohnung der vielen Mühen! In der klaren Nacht fiel der Blick auf ein Meer von Lichtern, im Norden auf die hell erleuchtete Veltins-Arena, wo zeitgleich das Heimspiel der Schalker stattfand, im Süden auf die Anlage des Leichtathletik Vereins SV-Wattenscheid.

„Leise rieselt der Schnee“, stimmte Christiana Kraska, Chorleiterin der Thomas-Morus-Gemeinde, an, doch weiße Pracht gab es diesmal nicht. „Hatten wir aber schon mal“, lachte Sabine von der Beck von Wissenschaftspark, der von Beginn an als Veranstalter die jährliche Wanderung von Hartmuth Schlue unterstützt. „Eine liebgewonnen Tradition am vorletzten oder letzten Adventssonntag“. Der Termin 2020 steht schon, der 20. Dezember.

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