Emscherumbau & Renaturierung

Gelsenkirchen: Umbau Sellmannsbach geht in fünfte Runde

Die Baustelle Sellmannsbach am Donnerstag, 26. März 2020 in Gelsenkirchen. Die Emschergenossenschaft hat mit Gelsenkanal den fünften Bauabschnitt zum Umbau des Sellmannsbaches begonnen.

Die Baustelle Sellmannsbach am Donnerstag, 26. März 2020 in Gelsenkirchen. Die Emschergenossenschaft hat mit Gelsenkanal den fünften Bauabschnitt zum Umbau des Sellmannsbaches begonnen.

Foto: JKB / FFS

Gelsenkirchen-Bulmke-Hüllen  Der Emscherumbau erfasst nicht nur den Fluss selbst, sondern auch seine Zu- und Nebenläufe. Wie es am Gelsenkirchener Sellmannsbach vorangeht.

Eine naturnahe Flusslandschaft wird sich entwickeln – da, wo seit Jahrzehnten eine graue, trübe, stinkende Brühe fließt. Der Sellmannsbach wird von der Emschergenossenschaft und AGG/Gelsenkanal im Augenblick zwar noch als offener Abwasservorfluter betrieben. Aber der fünfte Bauabschnitt hat bereits begonnen. Ein Startschuss, um in Zukunft der Natur den Vortritt zu geben.

Dieses Projekt ist für die Stadt und AGG/Gelsenkanal das größte Umbauprojekt im Zusammenhang mit dem Emscherumbau. Schlechte Gerüche adé, grüne Landschaft willkommen. Realisiert wird bekanntlich der Umbau von der Emscher-Kloake zu tatsächlich blühenden Landschaften in mehreren Abschnitten.

Dritter und vierte Bauabschnitt fertig, Straßen wiederhergestellt

Seit Anfang des Monats haben die Arbeiten für den fünften Bauabschnitt im Bereich der Kleingartenanlage, Tossehof, Burgers/Bulmker Park bis zur Hohenstaufenallee begonnen. „Abgeschlossen sind die Kanalbaumaßnahmen im Bereich des dritten und vierten Bauabschnittes an der Magdeburger Straße, der Bismarck- und Bornstraße“, schildert Alfred Dix, der für die Planung verantwortliche Mitarbeiter der Stadt den Baufortschritt. Wiederhergestellt sind in dem Bereich auch die Straßenoberflächen.

Jetzt im Frühjahr geht es auch an die neue Bepflanzung von Straßengrün in der Magdeburger Straße und der Bornstraße. Natürlich werden mittlerweile andere Bäume gepflanzt als vor Jahrzehnten. Schließlich hat man durch den Klimawandel gelernt, welche Bäume Trockenheit absolut nicht überleben. Gepflanzt werden sollen in Abstimmung mit Gelsendienste und einem externen Landschaftsplaner stadtklimaverträgliche, hochstämmige Laubbäume.

„Mit Blick auf die sommerlichen Hitzeperioden in den vergangenen Jahren wurde empfohlen, die Jungbäume erst im Herbst zu pflanzen. Ansonsten würden die noch nicht vollständig verwurzelten Bäume Gefahr laufen, in den heißen Sommermonaten zu vertrocknen“, erklärt Alfred Dix, der für die Planung verantwortlich ist.

Blühpflanzen in der Übergangszeit bis zu den Baumpflanzungen

Für die Übergangszeit werden die zukünftig mit Bäumen bepflanzten Flächen mit einjährigen Blühpflanzen bepflanzt. Das soll Anreiz geben, dass neben dem gepflegten, grünen Aussehen kein Müll auf den Flächen abgelegt wird. Dix: „Wir erhoffen uns von dieser Maßnahme sehr, dass die Hemmschwelle, Unrat auf den Flächen abzulegen, größer ist.“

Die neuen Anpflanzungen würden zwar bewässert, aber man freue sich insbesondere in den heißen Sommermonaten, wenn die Anwohner die Stadt beim Gießen unterstützen, damit die Pflanzen nicht vertrockneten. Das gelte natürlich auch für die Bäume, die im Herbst angepflanzt werden.

Die vorbereitenden Arbeiten zum Kanalbau und zur Umgestaltung des Sellmannsbachs begannen im Oktober 2019. Das war zwischen Hohenzollernstraße und Wanner Straße. Da begannen die Baumfäll- und Rodungsarbeiten am Sellmannsbach. Vor allem waren die Fällaktionen im Stadtteil Bulmke-Hüllen vonnöten, um die geplante ökologische Verbesserung des Gewässers durchführen zu können.

Anwohner können sich in Fragen zur Planung an Alfred Dix, Rufnummer 0209 169 6312, oder alfred.dix@agg.-ge.de wenden. Über Details zur Bauausführung informiert Andreas Fischer, Rufnummer 0209 169 6370, oder andreas.fischer@agg-ge.de.

Weitere Informationen auch unter www.gelsenkanal.de

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