Förderung

Gelsenkirchen schöpft Möglichkeiten des Digitalpaktes aus

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Von den aktuell bewilligten Fördergeldern sind 6,22 Millionen Euro für die Ausstattung aller allgemeinbildenden Schulen der Stadt mit jeweils 60 Tablets vorgesehen.

Von den aktuell bewilligten Fördergeldern sind 6,22 Millionen Euro für die Ausstattung aller allgemeinbildenden Schulen der Stadt mit jeweils 60 Tablets vorgesehen.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Insgesamt darf Gelsenkirchen 20,7 Millionen Euro aus dem Digitalpakt Schule beantragen. Ein Großteil ist bereits bewilligt und übergeben.

Drei Viertel der Gelder, die Gelsenkirchen aus dem Digitalpakt für die Ausstattung der 76 öffentlichen Schulen beantragen darf, sind bereits zugeteilt, verplant und zum Teil auch bereits für Tablets, Whiteboards und den Ausbau der Datennetze ausgegeben. Jetzt hat Regierungspräsidentin Dorothee Feller Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge in Münster die Bewilligung für vier bisher noch ausstehende Förderbescheide in Höhe von insgesamt 11.658.181 Euro übergeben.

Insgesamt darf Gelsenkirchen 20,7 Millionen Euro aus dem Digitalpakt Schule beantragen, wovon allerdings mindestens 1,9 Millionen Euro aus dem kommunalen Haushalt zu bezahlen sind. Neun Anträge zur Unterstützung aus dem Digitalpakt wurden aus Gelsenkirchen bereits auf den Weg gebracht beziehungsweise bewilligt.

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An der Ausarbeitung der Förderanträge für die verbliebenen knapp fünf Millionen Euro wird aktuell gearbeitet; die Abstimmungsgespräche zum Bedarf an den Schulen sind weitestgehend bereits gelaufen. „Wir werden kein Geld liegenlassen“, versichert Bildungsreferatsleiter Klaus Rostek. Bis zum 31. Dezember 2021 können die restlichen Gelder noch beantragt werden.

OB Karin Welge: „Deutliches Signal für Bildung in Gelsenkirchen“

„Wir setzen mit den Fördermitteln den schon lange eingeschlagenen Weg der digitalen Modernisierung fort und bauen die oft schon gute Ausstattung der Schulen weiter aus“, so Oberbürgermeisterin Karin Welge bei der Übergabe der Förderbescheide. „Wir haben in mehreren schulformbezogenen Abstimmungsgesprächen die Schulen bei der Erstellung ihrer digitalen Konzepte begleitet und unterstützt. Die jeweilige Ausstattung ist passgenau auf den Schulbedarf zugeschnitten. Neben den Fördermitteln stellt Gelsenkirchen zusätzlich eigene Mittel bereit und setzt damit gemeinsam mit der Bezirksregierung ein weiteres deutliches Signal für Bildung in Gelsenkirchen.“

Von den aktuell bewilligten Fördergeldern sind 6,22 Millionen Euro für die Ausstattung aller allgemeinbildenden Schulen der Stadt mit jeweils 60 Tablets vorgesehen. Die Schule für Kranke in Gelsenkirchen erhält zehn Laptops. Darüber hinaus werden die vier berufsbildenden Schulen mit Tablets, Tastatur-Hüllen, digitalen Stiften, Ladekoffern, Laptops und Ladewagen ausgestattet. Bis Mitte November 2023 soll die Anschaffung abgeschlossen sein.

Bis 2024 sollen Geräte angeschafft und Netze ausgebaut sein

1,89 Millionen Euro werden zur Erweiterung, Ergänzung und Aktualisierung der vorhandenen Datennetze inklusive der notwendigen Medienverkabelung für die Installation von interaktiven Whiteboards für die pädagogisch genutzten Räume genutzt. Um Schulen mit einem flächendeckenden Schul-WLAN und Bring-Your-Own-Device-Netz auszustatten, werden außerdem Accesspoints gefördert. Bis Mitte November 2024 soll das umgesetzt sein.

Eine digitale Lernecke mit PC und Dokumentenkamera sollen alle pädagogisch genutzten Räume von elf Gelsenkirchener Schulen bekommen; im November 2024 soll das umgesetzt sein. Dafür stehen 322.650 Euro zur Verfügung. 3,22 Millionen Euro sind für den Austausch aller PCs außerhalb von PC-Fachräumen sukzessive nach Alter der vorhandenen Geräte in den Jahren 2022 bis 2024 an allen Gelsenkirchener Schulen vorgesehen. Dies soll bis November 2024 abgeschlossen sein.

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