Corona & Schule

Gelsenkirchen rüstet sich für Unterricht im Ausnahmezustand

Die Stadt hat bei allen Schulen abgefragt, ob Fenster sich hinreichend öffnen lassen. Allerdings funktioniert das nicht wirklich bei allen so gut gut wie hier.

Die Stadt hat bei allen Schulen abgefragt, ob Fenster sich hinreichend öffnen lassen. Allerdings funktioniert das nicht wirklich bei allen so gut gut wie hier.

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Gelsenkirchen.  Gelsenkirchen prüft jetzt technische Lösungen fürs bessere Lüften an Schulen, wo Durchzug mit den Fenstern allein nicht gewährleistet ist.

„Jeder Klassenraum in den Gelsenkirchener Schulen kann gelüftet werden, mancher besser, mancher schlechter. Wir haben an allen Schulen eine Abfrage gestartet und reagiert, wo Schulen Bedarf gemeldet haben“, versichert Stadtsprecher Martin Schulmann auf Nachfrage. Ausschließen, dass Schulen trotz mangelhafter Lüftungsmöglichkeiten sich nicht gemeldet haben, mag er auf Nachfrage allerdings nicht. Wenn noch Handlungsbedarf gemeldet werde, stehe das Hochbauamt aber zur Verfügung.

Technische Lösungen werden derzeit geprüft

Parallel prüfe die Stadt als Schulträger derzeit auch den Einsatz von technischen Lösungen. Dafür habe man testweise Luftreinigungsgeräte und CO2-Messgeräte für Klassenräume angeschafft, um sie auf deren Eignung zu testen. Sie könnten da zum Einsatz kommen, wo Lüftung über die Fenster nicht hinreichend gewährleistet sei. Allerdings wohl kaum bis Montag.

Alle Schüler und Lehrer sind mit Iserv ausgestattet, Endgeräte sind unterwegs

Sollte es doch zum Lockdown oder Teilunterricht in Schichten kommen, steht mittlerweile allen Schulen und Schülern mindestens die Basisversion von IServ, der Gelsenkirchener Schulsoftware, zur Verfügung, versichert Schulmann. Die per Sondertopf genehmigten 12.000 Endgeräte für Lehrer und Schüler ohne eigene Ausstattung daheim seien bestellt und die ersten würden auch schon bald erwartet. „Bis sie allen zur Verfügung stehen, wird es allerdings noch dauern. Maximal 70 Geräte können theoretisch nach jetzigem Stand am Tag eingerichtet werden, das ist sehr aufwendig. Aber nach den Lehrern werden zuerst die Schüler versorgt, die die Geräte besonders nötig brauchen“, versichert Schulmann.

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