Ratssitzung

Gelsenkirchen: Rat beschließt Ladenöffnung für elf Sonntage

Der Rat der Stadt Gelsenkirchen beschäftigte sich mit dem Thema Sonntagsöffnung. (Symbolbild)

Der Rat der Stadt Gelsenkirchen beschäftigte sich mit dem Thema Sonntagsöffnung. (Symbolbild)

Foto: Gero Breloer / picture alliance / dpa

Gelsenkirchen.  Der Rat der Stadt hat beschlossen, dass die Geschäfte in den verschiedenen Zentren an elf Sonntagen öffnen dürfen. Wir sagen, wann, wo und warum.

Der Rat der Stadt beschäftigte sich in seiner Sitzung am Donnerstag auch mit dem Thema Sonntagsöffnung im Einzelhandel. Zur Diskussion standen elf konkrete Termine in der Altstadt, in Buer und in Horst – unter anderem zu Stadtfesten wie dem Bauernmarkt in der City, dem Fest „Buer live“ oder dem „Horster Herbst“. Dabei wurde erneut deutlich, dass die Positionen bei dem Thema durchaus auseinander gehen…

Die Grünen machten ihre Position, die sie auch in den vergangnen Jahren stets einnahmen, mit drei Worten deutlich: „Sonntag ist Ruhetag“, so Fraktionschef Peter Tertocha. „Für viele in der Bevölkerung steht der Arbeitnehmerschutz im Vordergrund, für viel sind es religiöse Gründe.“ Beides würde von den Grünen „gleichermaßen respektiert“. Natürlich machte Tertocha keinen Hehl daraus, dass manche Menschen „sonntags arbeiten müssen“. Deshalb nenne das Bundesarbeitsgesetzt ja auch Ausnahmen. „Von regelmäßigen Sonntagsöffnungen im Handel ist dort aber nicht die Rede.“

CDU Gelsenkirchen votierte beim Thema Sonntagsöffnung nicht einheitlich

Wolfgang Heinberg kündigte für die CDU das an, was die Handzeichen bei der abschließenden Abstimmung dann bestätigten: „Wir werden differenziert abstimmen.“ Heißt: Es gab aus der CDU Zustimmung, Ablehnung und Enthaltungen. Heinberg, der selbst mit Ja stimmte, sagte: „Um uns herum findet Sonntagsöffnung statt. Das ist heute Teil einer Wirtschaftsstandortpolitik.“

Die SPD stimmte zwar geschlossen mit Ja, dennoch sagte Fraktionschef Klaus Haertel: „Wir sind uns bewusst, dass man zu einer anderen Haltung kommen kann.“ Weiter erklärte er: „Es geht um die Stärkung des Einzelhandels, die Zahlen sprechen dafür.“ Als Begründung nannte er auch die wachsende Konkurrenz durch den Online-Handel.

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