23. Weihnachtscircus

Gelsenkirchen-Premiere für Celina Probst im Weihnachtscircus

Celina Probst streichelt die Ziegen, mit denen sie beim Gelsenkirchener Weihnachtscircus auftreten wird. Es ist die Manegen-Premiere für die Sechsjährige.

Celina Probst streichelt die Ziegen, mit denen sie beim Gelsenkirchener Weihnachtscircus auftreten wird. Es ist die Manegen-Premiere für die Sechsjährige.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Feldmark.  Mit Mama und Papa in der Manege: Celina Probst (6) ist Spross der Circusdynastie. In Gelsenkirchen steht sie vor ihrer Weihnachtscircus-Premiere.

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Minipony Balto, ein kurzbeiniger Zottel, hat sich im Stroh gewälzt. Zahllose Halme spicken das lange, schwarze Fell. „Den muss ich putzen, der macht sich gerne dreckig“, sagt Celina Probst. Balto ist ihr Liebling. Mit ihm im Circus-Stall stehen ein paar kecke Emus und Lamas, neugierige Ziegen und Daisy und Lilli, zwei gescheckte Esel. Alle drängen sich ans Gitter, gucken, ob sie ein Leckerchen abstauben können. Die meisten Ziegen sind größer als das Kind, die Esel-Damen sind geradezu riesig im Vergleich zu der Sechsjährigen. Doch die geht völlig furchtlos mit den Tieren um. Und sie wird sie in knapp anderthalb Wochen in die Manege führen. Willkommen im 23. Gelsenkirchener Weihnachtscircus, Mangege frei für eine neue, kleine Probst-Prinzessin. Celina gibt ihre Premiere in Gelsenkirchen.

Premiere im Gelsenkirchener Weihnachtscircus

Natürlich tut sie das nicht allein. Der Auftritt ist geradezu Familien-Sache. Mama Stephanie (32) und Papa Sergiu (34) werden auch mitmachen, wenn die gemischte Tierschar aus sechs Ziegen und zwei Eseln in der ersten Programmhälfte das Publikum unterhält. „Somnia – Eine Reise in die Welt der Träume“ haben die Probsts das neue Weihnachtsprogramm betitelt. Für Celina wird es auch eine Reise ins Bühnenlicht, auf die aktive Seite des Circus-Lebens, das sie von Geburt an kennt. Sie kam hier im Marienhospital zur Welt, die Eltern gaben sich in St. Augustinus das Ja-Wort, der Weihnachtscircus und Gelsenkirchen sind für rund zwei Wintermonate ihre Welt, seit einem Jahr auch mit ihrem Schwesterchen Elena.

Somnia – Eine Reise in die Welt der Träume

Spielerisch, sagt Mama Stephanie, sei die Herangehensweise an die erste gemeinsame Nummer, selbstverständlich habe die Kleine auch sicher einen Publikumsbonus. Sie selbst feierte etwa im gleichen Alter ihre Circus-Premiere – mit weißem, Kleid, weißem Hut, weißen Handschuhen. „Wir waren vier Ponys und ein aufgeregtes Mädchen“, erinnert sich Stephanie, die längst eine feste Zirkusgröße mit ihren Pferde- und gemischten Tiernummern ist. Dabei war der Start holperig. „Ponys sind goldig, aber sie haben nichts gemacht. Die sind nur im Kreis gelaufen.“ Was in der Probe noch so prima funktioniert hatte, war in der Praxis eine Pleite.

Nicht abschrecken lassen, weitermachen. Den Antrieb hatte Stephanie als kleines Kind. Und es hat letztlich funktioniert: „Klar war ich am Anfang nervös. Aber ich hatte keine Angst. Ich wollte immer auftreten“, sagt sie. Aber die Arbeit mit Tieren erfordere eben auch besondere Hingabe, gepaart mit der Erkenntnis, dass nichts zu erzwingen ist: „Wenn die keinen Bock haben, dann haben die keinen Bock.“

Im roten Dirndl in die Manege

Von Töchterchen Celina glaubt Stephanie, dass „die etwas abgebrühter ist als ich damals“. Vor allem ist die Kleine aber eine Sechsjährige, die sich an diesem Nikolaustag über Süßkram freut. Bei den Bewohnern im Wohnwagendorf des Weihnachtscircus gibt es am Vormittag einiges an Schokolade und Nikoläusen abzuholen. Für Mama und Papa hat sich das Mädchen auch ins Zeug gelegt. Stephanie bekommt einen gemalten Nikolaus, Sergiu, ganz passend, ein Circus-Bild: Papa auf dem Rücken eines gelben Pferdes in Aktion als Artist mitten in der Manege, dazu zahlreiche rote Herzchen.

Ein Nikolaus-Bild für die Mama

Eine bunte Esskette trägt Celina um den Hals, im Haar steckt ein quietschrosa Reif, rosa sind auch die Gummi-Clogs, in denen sie durch den Matsch zu den Tierstallungen stapft. Als Kostümfarbe hat sie dann aber doch „lieber rot gewählt. Ein Dirndl“, erzählt sie, wird sie in der Manege tragen. Wie die Mama. Und auch Vater Sergiu wird in Alpenlook gekleidet. Ganz in Weiß, das war einmal bei einer anderen Premiere.

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