Zuwanderung

Gelsenkirchen hat eine neue Anlaufstelle für EU-Zuwanderer

In den Gelsenkirchener Bürgercentern kommt es oft zu langen Wartezeiten. Eine neue Stelle verspricht Entlastung.

In den Gelsenkirchener Bürgercentern kommt es oft zu langen Wartezeiten. Eine neue Stelle verspricht Entlastung.

Foto: Martin Möller / Funke Foto Services

Gelsenkirchen-Ückendorf.  „Zentrale Beratungsstelle Europa“ in Gelsenkirchen soll Bürgercenter entlasten. Sie ist Anlaufstelle für Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien.

Um die Bürgercenter zu entlasten, hat die Stadt eine neue Anlaufstelle für Zuwanderer an der Ückendorfer Straße 138 geschaffen. Die „Zentrale Beratungsstelle Europa“ betreut Menschen, die aus Ländern der Europäischen Union nach Gelsenkirchen kommen. Aktuell sind das nach Angaben der Stadt vor allem Rumänen und Bulgaren.

Menschen aus diesen Ländern, so die Stadt weiter, könnten oft nicht alle zur Anmeldung notwendigen Unterlagen vorlegen. „Dadurch entstehen nicht nur Missverständnisse vor Ort, sondern auch unnötige zeitliche Verzögerungen und Kundenstaus“, sagt Stadtsprecher Martin Schulmann. Sprachliche Hürden würden den Behördengang zusätzlich erschweren.

Experten zeigen Hilfsangebote auf

Bereits seit dem 16. März hat die Stadt deshalb eine eigene Anlaufstelle für Zuwanderer aus diesen Ländern eingerichtet. Dort stehen ihnen speziell geschulte Muttersprachler zur Seite, die dabei helfen, alle Unterlagen zusammenzustellen und diese dann prüfen. Außerdem beraten die Experten die Menschen dort und verweisen sie auf Hilfsangebote wie das Kommunale Integrationszentrum, die Beratungsstelle Krankenversicherungsschutz oder das Projekt Afi zur Vermittlung von Arbeitsstellen.

Das, erklärt Schulmann, führe zu „wesentlich kürzeren Gesamtzeiten beim Anmeldeprozess“ und zeige den Neuankömmlingen gleichzeitig Perspektiven auf, die sie sonst nur „mühsam als Teilinformationen erhalten würden“.

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