Corona-Krise

Gelsenkirchen: Stadt zahlt 60.000 Euro ans Erler Tierheim

Heike Reddig vom Vorstand des Tierschutzvereins Gelsenkirchen freut sich über die Spendenbereitschaft für das Tierheim

Heike Reddig vom Vorstand des Tierschutzvereins Gelsenkirchen freut sich über die Spendenbereitschaft für das Tierheim

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen-Erle.  Viele Menschen folgten dem Aufruf der örtlichen Tierschützer, das Tierheim zu unterstützen. So sind schon 9000 Euro an Spenden zusammengekommen.

Solidarität mit dem Tierheim bewiesen zahlreiche Gelsenkirchener in den vergangenen Tagen. Nachdem sich die Tierschützer mit einem dramatischen Hilferuf an die Öffentlichkeit wandten (die WAZ berichtete), zeigen sie sich nun bewegt ob der zahlreichen Spenden.

Allein in den ersten drei Tagen nach der Veröffentlichung gingen auf dem Konto des Tierschutzvereins, welcher das örtliche Tierheim betreibt, rund 9000 Euro ein.„Wir sind wahnsinnig glücklich und dankbar“, so Heike Reddig, Vorstandsmitglied und Pressesprecherin des Vereins. Zumal auch viele Menschen Futterspenden abgelegt hätten. Das ist weiterhin möglich vor der Tür des Tierheims an den überdachten Fahrradständern an der Willy-Brandt-Allee 449.

9000 Euro für das Gelsenkirchener Tierheim

Zum Hintergrund: Die Stadt Gelsenkirchen zahlt Pauschalen für die Tiere im Heim, welche jedoch die tatsächlichen Kosten nicht abdecken. Der Tierschutzverein erwirtschaftet über seinen Trödel, über Seminare, die Hundeschule und Feste einen Teil der Gelder selbst. Das aber ist nun alles in Zeiten der Corona-Krise untersagt. Es fehlt an Geld – wohl auch weiterhin. Denn wann der Betrieb wieder normal läuft, das könne man kaum absehen, so Heike Reddig.

Doch nun kommt auch diese gute Nachricht: Die Stadt zahlt dem Tierheim Gelsenkirchen nach eigenen Angaben eine Summe von knapp 60.000 Euro. Die Auszahlung solle zeitnah erfolgen, so dass der Engpass möglichst zügig überbrückt werden kann.

SPD: In der Zeit danach Lösungen finden

Silke Ossowski, SPD-Stadtverordnete und Sprecherin der SPD im zuständigen Ausschuss für Gesundheit und Verbraucherschutz, sieht die Situation, in der sich das Tierheim im Moment befindet. „Ich schließe mich deshalb erst einmal dem Appell an, dem Tierheim in der akuten Notlage mit Spenden zu helfen, sei es mit Geldspenden oder mit Futterspenden.“ Mehr noch: „Wir werden das Tierheim in der aktuellen Notlage nicht im Stich lassen und natürlich wird man auch für die Zeit danach Lösungen finden müssen.“

Verein bittet weiterhin um Spenden

Allerdings sei jetzt nicht die Zeit für konkrete Versprechen. Vielmehr wolle man mit dem Tierheim „im Gespräch bleiben und nach tragfähigen Lösungen suchen“, wenn die Situation wieder normal sei.

Hilfe, so die Tierschützer, benötige man aber schon jetzt für die laufenden Kosten. Daher bittet der Verein auch weiterhin um Unterstützung – entweder in Form einer Sachspende oder einer Geldspende auf das Konto: DE16 4205 0001 0101 0573 77.

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