Kulturkanal

Gelsenkirchen feiert rund ums Thema Wasser am Kanal

Viele Besucher kamen zum Familienfest beim Auftakt des Kulturkanal-Jahrs in den Gelsenkirchener Nordsternpark. Die Bogenbrücke über den Rhein-Herne-Kanal und die Wege am Kanal waren aufgrund der Schiffsparade voll besetzt.

Viele Besucher kamen zum Familienfest beim Auftakt des Kulturkanal-Jahrs in den Gelsenkirchener Nordsternpark. Die Bogenbrücke über den Rhein-Herne-Kanal und die Wege am Kanal waren aufgrund der Schiffsparade voll besetzt.

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen.   Zum Auftakt ins Kulturkanal-Jahr und die Fahrgastschiffsaison strömen Besucher in den Nordsternpark – zu Anglern, Schiffen und zum Bergstollen.

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Das neue Kulturkanal-Jahr und die Fahrgastschiffsaison sind eröffnet – zum Auftakt gibt’s ein Familienfest im Nordsternpark. Dabei dreht sich so gut wie alles ums Wasser.

Zwischen Doppelbogenbrücke und Amphitheater stellen Rettungstaucher der Feuerwehr ihre Ausrüstung vor, auf mehreren Hüpfburgen in Form von Piratenschiff oder Riesenfisch toben die jungen Gäste. Andere posieren für Fotos mit „Käpt‘n Blaubär“ und „Hein Blöd“. Oder kicken auf der Wiese: Beim „Coalgoal“ von Schalke 04 geht es darum, mit dem Ball das Netz eines nachgeahmten Förderturms zu treffen.

Musiker in Trachtenkleidung

Wer nicht direkt aufs Wasser, sich aber trotzdem wie ein Kapitän fühlen will, kann das an Bord der sechs Nostalgie-Schiffsschaukeln. Für Stimmung sorgen unter anderem ein Musikertrupp, eingekleidet in Lederhosen, Kniestrümpfen und Trachtenjacken. Mit Horn, Trompete, Ziehharmonika, Posaune und Gitarre stolzieren sie mit ihrem Gute-Laune-Programm vorbei an den vollbesetzten Bierzeltgarnituren. Initiator der gutbesuchten Veranstaltung ist die Stadtmarketing-Gesellschaft.

Beim Angelverein der Gelsenkirchener Hechte, der sich am Rhein-Herne-Kanal niedergelassen hat, dürfen junge Gäste die Rute mit dem Widerhaken einmal selbst ins Wasser werfen. „Wir sind hier, um den Kindern einen anderen Weg zu zeigen, anstatt nur vor dem Computer zu sitzen“, sagt der Vorsitzende Karl-Heinz Rohleder, während mehrere Kinder ihr Glück herausfordern. Grundeln, Rotaugen, Barsche und Karpfen sind unter den Errungenschaften. „Leider wird die Jugend, die sich für den Angelsport interessiert, immer weniger“, so der 66-Jährige.

Angelteam erklärt sein Handwerk

Das Angelteam von Streetfishing Ruhrpott zeigt den Besuchern ebenfalls, worauf es bei der Sportart ankommt. „Ruhe bewahren, sich ständig selbst verbessern, Erfolge feiern und in der Natur entspannen“, erklärt Francis Rosik, eins der 13 Teammitglieder, sein Hobby.

Nicht weit entfernt hat NRWs einziges Laborschiff „Max Prüss“ angelegt. „Wir sind insgesamt an 220 Tagen im Jahr unterwegs, um Wasserproben im Rhein, in Ruhr und Lippe sowie im westdeutschen Kanalsystem zu nehmen“, sagt der 28-jährige Binnenschiffer Wolfgang Maurer. Das Laborschiff ist auch eins der Wasserfahrzeuge, die an der Schiffsparade des Regionalverbands Ruhr (RVR) teilnehmen. Gegen Nachmittag präsentieren sich mehrere Yachten, Fahrgastschiffe und Paddelboote auf dem Kanalwasser.

Auch Bergbauinteressierten kommen auf ihre Kosten. Den Tag über hinweg beantworten Experten Fragen zur Geschichte. Wer will, kann den Stollen der ehemaligen Zeche Nordstern selbst besuchen.

>>> INFO: Ziel für Wanderer <<<

  • Auffällig viele Besucher mit Rucksack und Wanderschuhen waren beim Familienfest. Der Grund: Ziel des 36. Ruhrgebietswandertags war das Gelsenkirchener Familienfest.

  • Einige sind sieben oder 13 Kilometer zu Fuß gegangen, andere 40 Kilometer geradelt. Laut Wanderführerin Renate Engelen waren rund 100 Leute dabei.

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