Bezirksvertretung

Gelsenkirchen: Dominic Schneider neuer Bezirksbürgermeister

Blumen von Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin: Wie bei der Wahl der anderen Bezirksbürgermeister zuvor gratulierte Karin Welge auch Dominic Schneider im Bezirk Nord zu seiner Wahl.

Blumen von Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin: Wie bei der Wahl der anderen Bezirksbürgermeister zuvor gratulierte Karin Welge auch Dominic Schneider im Bezirk Nord zu seiner Wahl.

Foto: Gerd Kaemper / Stadt Gelsenkirchen

Gelsenkirchen-Buer.  Die Bezirksvertretung Gelsenkirchen-Nord hat einen neuen Bürgermeister gewählt. In seiner ersten Rede stichelte er gegen die AfD.

Diese Spitze wollte sich Dominic Schneider (SPD) nicht verkneifen. Am Donnerstag war er von der Bezirksvertretung Nord zum neuen Bezirksbürgermeister gewählt worden, Stadtoberhaupt Karin Welge hatte mit einem Blumenstrauß gratuliert. Bevor Welge das Buersche Rathaus verließ, überreichte Schneider der neuen Gelsenkirchener Oberbürgermeisterin ebenfalls Blumen – „im Namen aller demokratischen Parteien in der Bezirksvertretung Nord“. 17 der 19 Bezirksverordneten klatschten, die beiden AfD-Verordneten nicht.

Im Sitzungssaal Cottbus des Buerschen Rathauses hatte sich die Bezirksvertretung Nord zu ihrer ersten Sitzung nach der Kommunalwahl im September getroffen – „wir sind ja ein bisschen wie der Stadtrat von Buer“, scherzte der neugewählte Bezirksbürgermeister. Schneider tritt die Nachfolge von Thomas Klasmann an, der das Amt zuvor 16 Jahre lang ausgeübt hatte. SPD und CDU hatten Schneider gemeinsam zur Wahl vorgeschlagen, als Stellvertreter war Ingo Kowalczyk (CDU) nominiert. 13 Bezirksverordnete stimmten für den Vorschlag, drei enthielten sich.

Diese Ziele hat der neue Bezirksbürgermeister von Gelsenkirchen-Nord

Einen „Buerxit“, eine Abspaltung Buers von Gelsenkirchens wolle er dann aber doch nicht anstreben, sagte Schneider in seiner ersten Ansprache nach der Wahl augenzwinkernd. Dann wurde er ernst: „Gerade in diesen schwierigen Zeiten, angesichts der Pandemie, ist unsere ganze Kreativität, aber auch unsere Kompromissbereitschaft gefragt“, so Schneider. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit allen demokratischen Parteien in der Bezirksvertretung. Für Hass und Hetze ist hier aber kein Platz“, sagte er – ein weiterer Seitenhieb auf die AfD, die in der neuen Legislaturperiode mit zwei statt wie bisher nur mit einem Abgeordneten vertreten ist.

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