Spendenaktion

Gelsenkirchen: 25.000 Euro helfen Tierheim nur kurzfristig

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Der Erlös der jährlichen 1-Euro-Spendenaktion für das Gelsenkirchener Tierheim muss dieses Mal in die durch Corona entstandenen Löcher gesteckt werden. Die Tierschützer hoffen nun auf weitere Spenden.

Der Erlös der jährlichen 1-Euro-Spendenaktion für das Gelsenkirchener Tierheim muss dieses Mal in die durch Corona entstandenen Löcher gesteckt werden. Die Tierschützer hoffen nun auf weitere Spenden.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Mit der Spendenaktion 2021 muss der Gelsenkirchener Tierschutzverein durch Corona entstandene Löcher stopfen. Nun hoffen sie auf weitere Spenden.

Es hat im Tierheim an der Willy-Brandt-Allee schon Wunder bewirkt: Das jährliche Projekt der 1-Euro-Spende. Eigentlich werden ein ganzes Jahr lang kleine Spendenbeträge erbeten, um im besten Fall besondere Herzensprojekte der Gelsenkirchener Tierschützer realisieren zu können. Doch in diesem Jahr ist alles anders: „Da haben wir mit den gesammelten 25.207 Euro die finanziellen Löcher stopfen müssen, die durch Corona entstanden sind“, erklärt Heike Reddig, Vorstandsmitglied des Tierschutzvereins.

Gelsenkirchener Tierheim: Spendenaktion hilft den Tierschützern nur kurzfristig

„Wir mussten seit Ausbruch der Pandemie alle Feste absagen. Seitdem können wir den Trödel nicht mehr anbieten, die Cafeteria ist geschlossen und an eine Öffnung ist gar nicht zu denken. Und auch die Hundeschule musste immer wieder geschlossen werden“, so Heike Reddig weiter. Neue Mitglieder habe man unter diesen Umständen auch nicht werben können. Alles aber werde gebraucht, um den Betrieb des Tierheims aufrecht zu halten. „Die Kosten, angefangen beim Personal über das Futter bis hin zu den Tierarztrechnungen, die bleiben ja unverändert.“

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Zum Hintergrund: Das Tierheim Gelsenkirchen hat zwar einen Vertrag mit der Stadt Gelsenkirchen und auch mit Gladbeck und Herne, deren beschlagnahmte und sicher gestellte Tiere aufzunehmen und erhält dafür Geld, jedoch deckt dieser Betrag nur selten die entstehenden Kosten.

Der Tierschutzverein ist gezwungen, über verschiedene Wege selbst Geld aufzutreiben. Das gelang vor Corona durch das vielfältige Engagement der Mitarbeiter und zahlreichen ehrenamtlichen Helfer. Weil das wohl auch in den kommenden Monaten nicht möglich ist, hofft man auch in diesem Jahr wieder auf die 1-Euro-Spenden. Eine Aktion, mit der sie zeigen wollen: Jeder Euro zählt. „Wir wollen nicht allzu laut jammern. Anderen Tierschutzvereinen geht es aktuell noch schlechter. Wir sind sehr froh und dankbar, dass die Leute spenden“, sagt Heike Reddig.

Weitere Informationen dazu gibt es im Netz auf der Internetseite tierheim-gelsenkirchen.de.

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