Aktionsbündnis 16.9.

Gegendemo in Gelsenkirchen: Auch der CDU-Chef reiht sich ein

Ein Bild vom Aufmarsch der Partei „Die Rechte“ im April 2018 in Gelsenkirchen.

Ein Bild vom Aufmarsch der Partei „Die Rechte“ im April 2018 in Gelsenkirchen.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen.   An der Demo gegen die Rechtsgruppierungen „Mütter gegen Gewalt“ und der „Patrioten“ in Gelsenkirchen will auch der CDU-Fraktionschef teilnehmen.

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Nach der SPD macht jetzt auch CDU-Fraktionschef Wolfgang Heinberg mobil gegen die für Sonntag angekündigte Demonstration rechter Gruppen. Heinberg schreibt: „Selbsternannte, offensichtlich rechtsextreme Patrioten und fadenscheinige Zusammenschlüsse, wie die sogenannte Gruppierung ‘Mütter gegen Gewalt’, wollen in Gelsenkirchen demonstrieren und ihre dumpfe Sicht auf unsere Gesellschaft im Herzen unserer Stadt propagieren.“

Demokraten müssen zusammenstehen

Diesen Demonstranten gehe es nicht um Recht und Rechtsstaat, „sondern um Schuldzuweisungen und Generalverdächtigungen.“ Es gehe ihnen nicht um Sicherheit und Ordnung, „sondern um Machtdemonstration und Einschüchterung“.

Heinberg: „Ich werde am Sonntag um 13 Uhr an der Gegendemonstration auf dem Heinrich-König-Platz teilnehmen – einer Gegendemonstration (von der ich mir gewünscht hätte, dass die Demokratische Initiative Gelsenkirchen sie veranstaltet hätte), die sich für ein tolerantes, weltoffenes und solidarisches Gelsenkirchen einsetzt und weil ich es wichtig finde, dass die Demokraten zusammenstehen.“

„Mütter“ und „Patrioten“ ändern Treffpunkt

Auch die Stadtverwaltung hat den Aufruf des Aktionsbündnisses 16.9. inzwischen auf ihrer Homepage platziert. Während die unerwünschten Besucher offensichtlich ihren Treffpunkt geändert haben. Einem Post auf Facebook zufolge wollen die sich jetzt auf dem Bahnhofsvorplatz treffen. Das war auch im gestrigen Kooperationsgespräch der Aktionsgemeinschaft 16.9. mit der Polizei ein Aspekt.

Aktionsbündnis am geplanten Standort

„Das Aktionsbündnis behält den geplanten Standort Heinrich-König-Platz bei“, teilte Annika Eismann von den Falken auf Nachfrage der WAZ mit. Unter anderem deswegen: Das Bündnis rechnet mit 500 bis 1000 Leuten, die dem Aufruf zur Gegendemo folgen. Da passe der Bahnhofsvorplatz einfach nicht – auch aus Sicherheitsgründen. Dass sich „Mütter gegen Gewalt“ und „Patrioten“ nicht auf dem Heinrich-König-Platz treffen (Stand Dienstag) kann sie nur begrüßen, weil der Name, der mit dem Platz verbunden sei, dazu nicht passe.

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