Drei Fragen an

Gebhardt: Schulz hätte besser der Versuchung widerstanden

Heike Gebhard, Gelsenkirchener SPD-Landtagsabgeordnete.

Foto: Martin Möller

Heike Gebhard, Gelsenkirchener SPD-Landtagsabgeordnete. Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.  Nach dem Verzicht von Martin Schulz auf ein Ministeramt äußert sich Heike Gebhard. Was die SPD-Landtagsabgeordnete zu Schulz’ Zukunft sagt.

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1. Wie beurteilen Sie persönlich den Verzicht von Martin Schulz auf den Ministerposten, war die Entscheidung richtig oder halten Sie sie für falsch – ist es ein Ende mit Schrecken und letztlich besser als ein Schrecken ohne Ende?


Dass der ausgewiesene Europapolitiker Martin Schulz ein guter Außenminister sein könnte, steht wohl außer Frage. Aber es wäre um seiner eigenen Glaubwürdigkeit willen besser gewesen, er hätte dieser Versuchung von Anfang an widerstanden.

2. Welche Auswirkungen hat das im Hinblick auf den Mitgliederentscheid – glauben Sie, dass das Schulz-Aus die Basis mehrheitlich dazu bewegt, ja zur Großen Koalition zu sagen?


Die verabredeten Personalentscheidungen an der Spitze haben zumindest die Diskussion über die Inhalte des Koalitionsvertrages in den Hintergrund treten lassen. Ich sehe jetzt gute Chancen, wieder die Inhalte des Vertrages ins Zentrum der innerparteilichen Diskussion zu rücken.

3. Ist die politische Karriere des Martin Schulz damit zu Ende, wäre ein einflussreicher Posten innerhalb der SPD nach diesen turbulenten Wochen überhaupt noch denkbar oder eine Rückkehr nach Brüssel in verantwortungsvoller Position?


Es ist viel zu früh, diese Frage zu beantworten. Gerade hier in Gelsenkirchen hat uns Martin Schulz wiederholt mit seinen Reden begeistert. Das werden wir nicht vergessen. Wir sollten generell mit unserem Personal respektvoll umgehen und dessen jeweiligen Stärken nutzen, statt sie brach liegen zu lassen.

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