Bochumer Straße

Galerie im „1Null7“ an der Bochumer Straße eröffnet

Galerieinhaber Maik Rokitta (l) und der Künstler Martin Piekarski in der neuen Galerie im „1Null7“ mit der aktuellen Ausstellung.

Galerieinhaber Maik Rokitta (l) und der Künstler Martin Piekarski in der neuen Galerie im „1Null7“ mit der aktuellen Ausstellung.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Ückendorf.  Neben dem „1Null7“ besteht nun auch die Galerie „1Punkt7“. Geschäftsideen im Bereich Gastro und Coworking sind an der Bochumer Straße in Arbeit.

Wer das „1Null7“ an der Bochumer Straße 107 kennt, weiß, hier wird es nie langweilig. Den kleinen Laden nutzt Maik Rokitta nicht nur als Ausstellungsfläche für Kunstgegenstände, Kleidung und mehr rund ums Skateboard, sondern es wurden bereits Konzerte, Lesungen und Partys veranstaltet. Zudem baut oder dekoriert der Inhaber gerne mal um oder lässt etwas Neues entstehen. Seit letztem Sommer befindet sich auf dem Hinterhof eine Minirampe zum Skaten und ein kleiner Barbereich. Sein neuestes Projekt ist die Galerie „1Punkt7“, die nun im hinteren Teil des Ladens geschaffen wurde.

Sechs Wochen Arbeit

Sechs Wochen ließ er sich dafür handwerklich und kreativ aus. „Drei Wochen habe ich die Wände gebaut, zweieinhalb Wochen geschliffen und eine halbe Woche lackiert“, erzählt der 46-Jährige. Die Wände sind komplett weiß, aber Maik Rokitta wäre nicht er selbst, wenn er sich nicht doch noch eine Besonderheit einfallen ließe. So fällt direkt auf, dass es keine rechten Winkel gibt. An den Seiten und in die Decke sind Kanten und Schrägen eingearbeitet. „Das kam mir so in den Sinn, weil die Galerie auch etwas an die Bochumer Straße erinnern soll, wo die Gebäude auch nicht alle gerade sind und jedes Haus anders aussieht.“ Anderseits soll die 20 Quadratmeter kleine Galerie durch die weißen Wände im Kontrast zum bunten Laden stehen, deren Decke mit Skateboards gepflastert ist und Bilder und Kunstgegenstände die Wände schmücken.

Die aktuelle Ausstellung

Aktuell stellt der Künstler Martin Piekarski seine Foto- und Messingarbeiten in der Galerie aus. Viele seiner Fotos sind während eines Barcelona-Trips zum Skaten mit Freunden entstanden. Unter den über 120 Werken schwarz-weißer Motive, manche mit Farbakzenten, erblickt der Betrachter Palmen, Menschen, Porträts, Wolken und Streetart. „Das Skaten habe ich extra nicht in den Vordergrund gestellt, sondern mehr drumherum fotografiert. Damit will ich zeigen, dass Skaten nicht nur Skaten, Saufen und Kiffen ist, sondern auch Zusammenhalt und Freundschaft bedeutet“, so der 31-Jährige. Abstrakte Messingarbeiten lassen Freiraum für Interpretationen. Für die sogenannten „Messing-Foto-Hybride“ rahmte er Fotografien mit Messingstreifen ein. Bis zum 22. Juni kann die Ausstellung noch besichtigt werden.

Die Ausstellungen bleiben nicht wie die Arbeiten der insgesamt 16 Künstler im „1Null7“ bestehen, sondern sollen temporär, am liebsten monatlich, wechseln. Es gibt derzeit schon einige Interessenten, aber wer seine Arbeiten vorstellen möchte, kann sich unter der E-Mail maikrokitta@web.de oder unter 0209-17779272 melden.

Weitere Ansiedlungen

Auch ansonsten passiert einiges an der Bochumer Straße im Bereich Ansiedlung. Für die „Trinkhalle“, die nach dem Bochumer Vorbild eine zweite Lokalität eröffnet und den Coworking-Space „c/o, der Raum für Kooperation“, der von der Bergmannstraße zur Bochumer Straße 140/142 zieht, sind die Sanierungsarbeiten laut Helga Sander von der der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) beendet. „Jetzt fehlt noch die Inneneinrichtung“, informiert sie. Auch die SEG selbst besteht seit dem 6. Mai im Obergeschoss im Haus Nummer 140/142. Bereits seit Anfang April ist die „Perspektive Medienproduktion“ mit einem Tonstudio und Videoschnittplätzen im angrenzenden Hof vertreten. Fans der mexikanischen Küche dürfen auf „El Donkey“ gespannt sein. Der Burrito-Imbiss, der normalerweise in einem Food-Truck unterwegs ist, soll im Haus Nummer 136 ansiedeln. Fleißig ist man derzeit auch auf dem Hinterhof des Subversivs, der auch von den umliegenden Gebäuden aus zugänglich ist. Der kleine Gemeinschaftsgarten wird derzeit gepflastert und bepflanzt.

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