Mensch & Tier

Gabriela Vogt liebt die Schweinsaffen im Zoom Gelsenkirchen

Die quirligen Schweinsaffen finden sich im Zoom im Bereich „Asien“. Diese Mutter kümmert sich um ihr kleines Baby, das sich an ihr festgehangelt hat.

Die quirligen Schweinsaffen finden sich im Zoom im Bereich „Asien“. Diese Mutter kümmert sich um ihr kleines Baby, das sich an ihr festgehangelt hat.

Foto: Oliver Mengedoht / Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Bismarck.   Quirlig, munter, lebensfroh: Bei den Schweinsaffen im Gelsenkirchener Zoom ist immer was los. Service-Kraft Gabriela Vogt haben sie es angetan.

Sie ist Ticketverkäuferin, Informantin, Beraterin und Kummerkasten: Wer in die Zoom Erlebnisweltwelt will, kommt an ihr nicht vorbei. Gabriela Vogt engagiert sich als Mitarbeiterin im Besucherservice für (fast) alle Belange der Zoobesucher. Für die 30-Jährige ein echter Traumjob: „Ich bin hier als Saisonkraft angefangen und jetzt fest angestellt.“ Die Bochumerin mag den direkten Umgang mit den Menschen und liebt in ihrer Freizeit den Besuch bei den Tieren.

In „Asien“ sind sie zu Hause

Immer wieder zieht es sie in freien Minuten nach „Asien“. Gleich in der Nachbarschaft zum Servicecenter nämlich sind die quirligen Schweinsaffen zu Hause, und die mag Gabriela Vogt ganz besonders: „Bei denen ist einfach immer etwas los. Sie sind sehr aktiv und lustig anzusehen.“ Die Äffchen einfach nur zu beobachten, die unterschiedlichen Charaktere zu entdecken, den sozialen Umgang miteinander, das macht Gabriela Vogt Freude: „Die Schweinsaffen sind unglaublich aufgeweckte, neugierige Tiere mit manchmal erstaunlich menschlichen Zügen.“

Ganz unterschiedliche Typen

Das kann Zoo-Tierpflegerin Gina Maaßen nur bestätigen: „Es gibt unter den 22 Affen ganz unterschiedliche Typen, die immer Gutgelaunten, die Mutigen und die Ängstlichen, die Frechen, aber auch die Schreihälse und die Streithähne.“ Am Ende, lacht Gina Maaßen, halten sie aber alle fest zusammen: „In einen Streit einmischen darf ich mich auf keinen Fall.“ Auch wenn die putzigen, kleinen Affen ihre Pflegerin erkennen und begrüßen, auf die Anlage dürfte sie nicht: „Dann würden die ihr Revier verteidigen.“ Und die Schweinsaffen haben spitze Zähne. Mit denen zerkauen die Allesfresser am liebsten süßes Obst und knackiges Gemüse und ab und zu ein paar fette Insekten. Maaßen: „Die knacken die weg wie Chips.“

Ohne Alfred läuft gar nichts

Bei der Fütterung auf der eleganten, indischen Tempelanlage hat Zoo-Mitarbeiterin Vogt ein Auge auf Alfred geworfen: „Er ist mit 21 Jahren der Senior der Gruppe, der Vater der Affenkinder und vor allem der Boss.“ Ohne Alfred läuft nichts. Er gibt den Ton bei den Schweinsaffen an: „Er sorgt strikt für den Zusammenhalt der Gruppe und ist dabei sehr fürsorglich.“ Die Truppe dankt es ihm mit Treue. Gina Maaßen: Die Schweinsaffen sind nur im Verbund stark.“

Alfred kann aber auch das Ekel sein. Wenn es nämlich ums Fressen geht. Da ist er mit einem Affenzahn dran an Banane, Apfel und Co. Gabriela Vogt weiß aus ihren langen Beobachtungen: „Alfred darf immer zuerst ans Futter.“

Die jüngsten wurden im Januar geboren

Derzeit leben auf der großen Anlage zwei Mini-Schweinsaffen, die im Januar geboren wurden und die noch oft von ihren Müttern vor dem Bauch getragen werden. Die Entwöhnung der Jungtiere dauert rund ein Jahr. Die niedlichen Affenkinder sind bei den Besuchern und auch bei Gabriela Vogt besonders beliebt.

Woher die Äffchen, die zur Gruppe der Makaken zählen, ihren Namen haben, auch das weiß die Servicekraft und lächelt: „Wegen des kurzen, gekringelten Schwänzchens.“ Pflegerin Gina Maaßen mag diese Affen auch wegen ihrer leicht punkigen, dunklen Haarpracht auf den Kopf. „Die sehen aus, als hätten sie alle denselben Friseur.“

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