Bergbau

Filter bewahrt Bergleute vor tödlichem Gas

Die Bergbausammlung Rotthausen in Gelsenkirchen zeigt zahlreiche Relikte der Bergbauzeit: hier CO-Filter für die Bergleute unter Tage

Foto: Martin Möller

Die Bergbausammlung Rotthausen in Gelsenkirchen zeigt zahlreiche Relikte der Bergbauzeit: hier CO-Filter für die Bergleute unter Tage Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Der Lebensretter unter Tage ist der Kohlenmonoxid-Filter. Sie werden verwendet, damit Bergleute aus einem kontaminierten Bereich fliehen können.

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Der Lebensretter unter Tage ist der CO-Filter. Das Kürzel CO steht für Kohlenmonoxid, ein geruchloses und tödliches Gas. Im Bergbau können durch Grubenbrände oder Schlagwetterexplosionen giftige Gase in den Wetterstrom gelangen. Wetter nennt man im Bergbau Luftströme, die sich unter Tage durch Grubenbaue bewegen. Insbesondere bei Bränden, aber auch bei Explosionen, ist dann in den Wettern Kohlenmonoxid enthalten.

Giftige Gase gefährden Bergleute

„Für den Bergmann sind solche Wetter ab einer bestimmten, schon sehr niedrigen Konzentration nicht mehr atembar“, erklärt Karlheinz Rabas, der in Rotthausen die Bergbausammlung leitet. Die giftigen Gase werden mit dem Wetterstrom durch die Grubenbaue geleitet und können dadurch viele Bergleute gefährden. Atmet der Bergmann solche Wetter ein, kann das zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tod führen.

Der CO-Filter, ein „Filterselbstretter“ besteht aus einem CO-Katalysator, in dem das giftige Kohlenmonoxid in Kohlendioxid umgewandelt wird. Diese Filter werden verwendet, damit die Bergleute aus einem kontaminierten Bereich in den Frischwetterstrom fliehen können. Um das zu gewährleisten, muss der Filterselbstretter eine genügend große Gebrauchsdauer haben.

Die „Haltezeit“ liegt bei etwa 90 Minuten

Die „Haltezeit“ der heutigen Geräte liegt bei etwa 90 Minuten. „Sie hängt aber letztendlich von der Konzentration des Kohlenmonoxids ab“, erklärt Rabas. Durch den Einsatz von Filterselbstrettern konnten bereits hunderten Bergleuten das Leben gerettet werden. Seit Ende der 1950er-Jahre wurden im deutschen Steinkohlenbergbau die Bergleute mit diesen lebensrettenden Filtern ausgestattet.

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