Kunstmuseum

„Faxen“ – Kommunikation aus dem Knast als Kunst im Museum

Das Video „Faxen“ der Kölner Künstlerin Lisa Domin läuft im „Gästezimmer“, dem kleinen Videoraum des Kunstmuseums Gelsenkirchen.  

Das Video „Faxen“ der Kölner Künstlerin Lisa Domin läuft im „Gästezimmer“, dem kleinen Videoraum des Kunstmuseums Gelsenkirchen.  

Foto: Lisa Domin

Gelsenkirchen-Buer.  Die Kölner Künstlerin Lisa Domin zeigt ihre Videoarbeit „Faxen“ im Gästezimmer des Kunstmuseums. Die Arbeit entstand im Gelsenkirchener Knast.

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Das „Gästezimmer“, der kleine Videoraum des Kunstmuseums Gelsenkirchen, wurde am Donnerstag von einem neuen Gast bezogen: Die Kölner Künstlerin Lisa Domin zeigt dort bis zum 1. März 2020 eine Videoarbeit, die die bauliche Besonderheit der JVA Gelsenkirchen in den Mittelpunkt stellt.

Männer- und Frauentrakt der Justizvollzugsanstalt sind nur durch einen großen Sportplatz getrennt. Die Künstlerin beschäftigte sich mit den Kommunikationswegen, die sich dadurch ergeben und arbeitete diese in ihrem Video „Faxen“ künstlerisch auf. „Faxen“ nennen die Insassinnen und Insassen die Schriftzeichen, die sie sich über die Gebäudetrakte hinweg zustecken. „Der Drang, sich auszutauschen und ein Gegenüber zu haben, das sich auch unter diesen speziellen Bedingungen einen Weg sucht“, war für Lisa Domin von besonderem Interesse. Sie führte Interviews mit den „Faxen-Machern“. Diese außergewöhnlichen Gespräche sind nun in ihrer Videoarbeit „Faxen“ zu sehen. Das 1-Kanal-Video entstand 2018 und dauert 9:11 Minuten.

Video läuft in Endlosschleife

Das Gästezimmer ist ein winziger Raum auf dem Vorplatz des Museums, der auch außerhalb der Öffnungszeiten einsehbar ist. Zum sechsten Mal ist hier nun ein Gast eingezogen: Bis zum 1. März 2020 ist das Video „Faxen“ im Kunstmuseum Gelsenkirchen an der Horster Straße 5-7 in Dauerschleife zu sehen.

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