Pflege-Umfrage

Faktencheck für pflegerische Versorgung in Gelsenkirchen

Auf viele Antworten zur Pflegesituation hoffen Sozialwissenschaftlerin Marina Vukoman von der FH Dortmund (r.), Julius Leberl, Geschäftsführer Generationennetz Gelsenkirchen (l.) und  Sozialdezernent Luidger Wolterhoff.

Foto: Arne Pöhnert

Auf viele Antworten zur Pflegesituation hoffen Sozialwissenschaftlerin Marina Vukoman von der FH Dortmund (r.), Julius Leberl, Geschäftsführer Generationennetz Gelsenkirchen (l.) und Sozialdezernent Luidger Wolterhoff. Foto: Arne Pöhnert

Gelsenkirchen.   Für das EU-Projekt Pflege im Quartier läuft die Datenerhebung. Angeschrieben wurden 950 Branchen-Akteure, um Angebote zu optimieren

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Das 2016 in Gelsenkirchen gestartete EU-Projekt „Pflege im Quartier“ (PIQ) hat 950 Pflege-Akteure der Stadt zur Teilnahme an einer Umfrage aufgefordert. Angeschrieben wurden alle Wohlfahrtsverbände, Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Pflegedienste, Apotheken, Ärzte oder auch Therapeuten. Ziel der Erhebung ist es, einen differenzierten Einblick in die (vor)- pflegerische und medizinische Versorgungssituation Gelsenkirchens zu erhalten. Wo die Experten Handlungsbedarfe sehen, soll ebenfalls ermittelt werden.

Sozialdezernent hofft auf eine rege Beteiligung

Die Informationen dienen als Grundlage für eine Pflegeplattform, die Betroffene, Angehörige und Pflege-Akteure quartiersbezogen via Internet, aber auch im realen Leben vernetzen soll. Die Ergebnisse der Umfrage werden unter der Leitung von Prof. Harald Rüßler, Professor für Sozial- und Politikwissenschaften am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften (FH Dortmund), ausgewertet.

Der Gelsenkirchener Sozialdezernent Luidger Wolterhoff ließ es sich nicht nehmen, den ersten Fragebogen persönlich auszufüllen. Er appellierte an die Pflegepartner: „Ich hoffe sehr auf eine rege Beteiligung. Die Umfrage erhebt Daten, die wir in dieser Breite und Zusammenstellung noch nicht vorliegen haben. Sie werden uns für die Beurteilung und Planung der pflegerischen Versorgung wichtige Hinweise geben.“ Besonderes Interesse gelte Informationen über bereits bestehende Netzwerke und Schnittstellen zwischen einzelnen Akteuren, so Wolterhoff.

Momentaufnahme der Pflege in Gelsenkirchen heute

Abgestimmt wurde der Fragenkatalog von allen PIQ-Projektpartnern, zu denen neben der Fachhochschule Dortmund, dem Bildungsinstitut im Gesundheitswesen GmbH (BIG) und der APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH auch das Generationennetz Gelsenkirchen gehört. Geschäftsführer Julius Leberl: „Was hier entsteht, ist eine Momentaufnahme der Pflege in Gelsenkirchen heute. Die Ergebnisse der Umfrage werden uns dabei unterstützen, die Lebenssituation Älterer in Gelsenkirchen weiter zu verbessern.“ Leberl erwartet mit Spannung die Ergebnisse. „ Was für unsere Arbeit besonders hilfreich sein wird, sind Informationen über die aktuellen Bedarfe und Wünsche der Akteure an die zukünftige Pflegeplanung in unserer Stadt.“

Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa 15 Minuten und kann auch online erfolgen. Die Rückmeldung soll bis Ende der Woche erfolgen. Marina Vukoman, Sozialwissenschaftlerin an der FH Dortmund, ist für die Koordinierung verantwortlich. Sie betont: „Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt. Ergebnisse werden nur in zusammengefasster Form und damit anonymisiert ausgegeben.“

Land und EU fördern das Projekt

Das Projekt „Pflege im Quartier“ (PiQ) ist ein dreijähriges Forschungs- und Entwicklungsprojekt, gefördert vom Land und der EU. Ziel ist es, die vorpflegerische und pflegerische Versorgung älterer Menschen durch neue ehrenamtliche Angebote sowie Technik-Einsatz in Gelsenkirchen zu verbessern. Einen ersten Meilenstein präsentierten Projektverantwortliche im März: Eine Smartphone-App unterstützt Senioren dabei, im Alltag sicher unterwegs zu sein.

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